Ingrid Kaiser-Kaplaner
"Die Donauschwaben"

Schicksale zwischen Donau, Drau, Save, Theiß und Marosch


 

Im Vorwort schreibt Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Doris Wastl-Walter u.a.:

"...Die Menschen im einstigen Vielvölkerstaat der Habsburger waren im 20. Jahrhundert mehreren tiefgreifenden politischen Veränderungen ausgesetzt und Ingrid Kaiser-Kaplaner gelingt es, diese historischen Ereignisse auf einer individuellen Betrachtungsebene und damit im menschlichen Maßstab aufzunehmen und darzustellen. Damit unterscheidet sich ihr Zugang wesentlich von einer herkömmlichen Staatengeschichte und setzt daher auch eine andere methodische Vorgangsweise voraus.

Die Autorin bedient sich neben einer intensiven Auswertung der auf dieser lokalen Ebene eher spärlich vorhandenen schriftlichen Quellen, der Methode der 'oral history', welche die Betroffenen selbst zu Wort kommen läßt und ihre persönliche Sicht wiedergibt. Die Vorbereitung der Gespräche mit den meist älteren ZeitzeugInnen, die Erstellung der Interviewleitfäden und die Auswertung und Validation der mündlichen Berichte sind Techniken der qualitativen Sozialforschung, die in den letzten Jahrzehnten auch in Disziplinen wie Geschichte und Geographie Eingang gefunden haben. Damit können Erfahrungen und Sichtweisen von Betroffenen erschlossen und zugänglich gemacht werden, die von diesen Personen selbst nie verschriftlicht und veröffentlicht worden wären und damit für die interessierte Öffentlichkeit verloren gegangen wären..."


 
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