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kuskuskus
| | Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2002 - 15:52 Uhr: |
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Ich habe ein Sennheiser-Mikrofon (Preis: 50 Euro) und eine Soundblaster Live! Soundkarte für 250 Euro auf meinem PC (450 MHz). MIDI-Aufnahmen hören sich damit sehr schön an, die Qualität von Stimmaufnahmen mit dem Mikrofon ist aber grauenvoll. Kann mir jemand sagen, was ich tun muss? Brauche ich eine bessere Soundkarte, ein besseres Mikrofon oder irgendwelches Zubehör? Gruß Klaus |
   
uwe
| | Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2002 - 21:59 Uhr: |
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Hallo Klaus, gibt es Dir nicht zu denken, dass es Mikrofone auch für 1000,- EUR gibt? Uwe |
   
kuskuskus
| | Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2002 - 00:12 Uhr: |
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Natürlich gibt es mir zu denken, dass es Mikrofone auch für 1000,- EUR gibt. Das heißt aber noch lange nicht, dass da der Fehler liegt. Kann mir jemand sagen, ob ich mit einem besseren Mikro (mir wurde das Rode NT 3 empfohlen) auch deutlich bessere Ergebnisse erzielen kann? Gruß Klaus |
   
uwe
| | Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2002 - 05:38 Uhr: |
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Hallo Kuskuskus, hey, entschuldige, meine Antwort war wohl wirklich nicht ganz so deutlich formuliert, wie sie vielleicht haette sein sollen. Ein Mikrofon für 50 EUR kann nicht gut klingen. Punkt. Sennheiser ist eine gute Firma, die absolut professionelle Mikrofone baut - nur eben nicht für 50 EUR. Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, wie unterschiedlich Mikrofone klingen können, dann probier doch einfach mal ein paar unterschiedliche aus - selbst Mikrofone der gleichen Preisklasse klingen alle anders. Um Dich halbwegs zurechtzufinden, müsstest Du allerdings über einige Begriffe Bescheid wissen. Wenn Dir aus der folgenden Liste irgendetwas unklar ist, dann frage hier ruhig noch mal. Solltest Du FAST ALLE NICHT kennen, dann ist es Zeit für umfassende Lektüre von Fachzeitschriften bzw. eine ausführliche Information im Shop: Dynamisch/Kondensator, PhantomPower, XLR, Nahbesprechungs-Effekt, symmetrisch, Niere, Kugel, Super-/Hyperniere, Vorverstärker Viele Grüße, Uwe |
   
marcel
| | Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2002 - 05:40 Uhr: |
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Natürlich kann man von einem 50Euro Mikro keine Studioqualität erwarten, aber so schlecht sind die billigen Sennheiser auch nicht. Die Qualität des Mikroeingangs der SB rechtfertig sicher auch kein Studio-Mic. Oder benutzt Du den Line-in? Dann wäre natürlich kein brauchbares Signal möglich. Für weitere Vermutungen solltest Du genauer beschreiben, was so grauenvoll ist. Hast Du Nebengeräusche? Zuviel/zuwenig Bass/Höhen? keine Dynamik? Sind Effekte (Hall)im Spiel? Hast Du mit Equalizereinstellungen rumprobiert? Hast Du versucht den Abstand zum Mikro beim Singen/Sprechen zu verändern (der Nahbesprechungseffekt hat großen Einfluß auf den Klang)? Das Rode NT-3 mag besser sein (da gibt's auch andere), ist aber auch noch lang keine Studioqualität. Kommt auch sehr auf den Verwendungszweck an. Sprache/Gesang oder auch Instrumente. Also, wenn Du Deine Probleme etwas konkreter beschreibst, läßt sich vielleicht mehr sagen. Gruß Marcel |
   
armin
| | Veröffentlicht am Sonntag, 04. August 2002 - 21:14 Uhr: |
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Hallo, ich kann mich Marcel nur anschließen. Du solltest zunächst klären, ob es wirklich das Mikro ist - bist also schon auf dem richtigen Weg. Die Wahrscheinlichkeit, daß Dein Mikro nicht besonders toll klingt ist hoch. Aber es müssen eventuelle grundsätzlich Probleme (wie z.B. falsche Pegel) weg sein, sonst bringt auch das evtl. neue teure Micro nix. Ich arbeite hier mit einem AKG C 1000 (ca. 200 Euro) und bin damit sehr zufrieden. Es muß also nicht gleich was für 1000 Euro sein, vor allem nicht, wenn nicht die ganze Studioumgebung darauf abgestimmt wird. Grüße Armin |
   
uwe
| | Veröffentlicht am Montag, 05. August 2002 - 12:41 Uhr: |
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Tag nochmal, da jetzt hier alle auf meinen 1000 EUR rumreiten - natürlich habe ich nicht gemeint, dass man ein Mikrofon dieser Preisklasse haben muss, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Ich fand es nur etwas, aehm, naiv, dass man sich bei Benutzung eines Mikros für 50 EUR tatsächlich fragt, warum es nicht so dolle klingt. Schließlich gibt es wohl außer dem SM57 kaum ein Mikrofon für < 100 EUR, das professionell genutzt wird - und schon gar nicht für Stimmen - und auf Stimmen bezog sich auch mein etwas dogmatischer Spruch "50 EUR kann nicht gut klingen". uwe |
   
starfishpool
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2002 - 03:08 Uhr: |
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HI kuskus Bei allen Mic fragen solltest du eins bedenken. Hast du einen guten mic verstärker ? Ich meine beim Akg oder Shure Rhode usw... der gehoberen preis klasse brauchst du einen. Und zwar Xlr ...bei Kondensator mics Phantom Power = 48v und bei Dynamischen nur Xlr. Da nützt dir der Sb live verstärker überhaupt nichts..... Sm57 ist sicher kein schlechter rat von Uwe aber nen vorverstärker brauchst da schon. See jah |
   
kuskuskus
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2002 - 03:47 Uhr: |
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Hallo, danke erst einmal für die Tipps. Ich kann meine Frage gerne noch etwas präzisieren: Problem: Meine Stimme klingt bei den Aufnahmen unnatürlich metallisch, Zischlaute kommen mit einem Rauschen rüber. Ziel: Stimmaufnahmen mit dem PC zuhause(hauptsächlich Sprache, aber auch Gesang) sollen besser klingen. Ich will keine Instrumente aufnehmen. Gemäß meinen noch bescheidenen Mikro-Kenntnissen ist dafür ein Kondensator-Mikrofon mit Phantom-Speisung das richtige. Fragen: - Kann ich mit einem besseren Mikro meine Aufnahmen verbessern? (offensichtlich ja) - Das SM 57 ist nach meinen Recherchen eher für laute Instrumente gedacht, oder nicht? - Rode NT 3 und AKG C 1000 scheinen zwei brauchbare Mikros in der 200-EUR-Kategorie zu sein. Brauche ich dafür noch einen Verstärker (davon hat mir der Händler, den ich gefragt habe, nichts gesagt)? |
   
marcel
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2002 - 04:07 Uhr: |
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Na ja, daß das SM58 noch von Profis benutzt wird hat auch nur nostalgische Gründe. Ein modernes 50Euro Sennheiser Mikro ist aus technischer Sicht im Zweifel schon besser. Und bei Aufnahmen wird das SM58 selbst bei hartgesottenen Museumsfreaks höchstens mal vorm Gitarrenamp eingesetzt aber niemals für Gesang. Aber es bleibt natürlich die Frage, was den 'nicht so dolle klingen' heißt. Die Ansprüche sind da ja recht unterschiedlich, und wenn völliger Müll dabei rauskommt, ist ein technisches Problem oder falscher Einsatz wahrscheinlicher, als mangelnde Qualität des Mikros. Ich habe auch schon mit 60DM Stereomics von Neckermann Aufnahmen gemacht, die für ein einfaches Demo durchaus erträglich waren. Wer sich an Plattenaufnahmen misst, muß natürlich investieren, aber wie gesagt, dann ist auch eine Soundblaster Karte völlig fehl am Platz. Marcel |
   
werner_o
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2002 - 06:02 Uhr: |
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Meine Meinung dazu: Mit dem Mic-Eingang der Soundblaster Live kannst Du (egal, welches Mikrophon Du benutzt !) per se keine brauchbaren Aufnahmen machen !!! Du brauchst zuerst dringend einen brauchbaren Mikrophon-Vorverstärker, den Du an den Line-In der Soundblaster anschließen kannst: Nur so kannst Du überhaupt zumindest einigermaßen "brauchbare" Mikrophon-Aufnahmen mit der Soundblaster-Karte machen ! Zu den Mikrofonen: Kauf' Dir jetzt bloß kein Mikrofon der 1000-EUR-Klasse: Das ist absoluter "Overkill" für einen Hobbymusiker ! Ich selber habe auch "nur" 4 Shure SM58 und bin damit durchaus zufrieden ! Auch wenn Marcel noch 1000 Mal beteuert, dieses Mikrofon hätte nur noch "antiquarischen" Wert: Damit kann man absolut brauchbare Gesangsaufnahmen (inklusive Nahbesprechungseffekt) machen, die Mechanik ist hochwertig und es bleibt preislich "bezahlbar". Zuerst solltest Du aber erst einmal Dein Sennheiser Mikro an einem guten Mic-Preamp ausprobieren: Erst wenn Du "danach" noch unzufrieden bist, solltest Du andere Mikros in Erwägung ziehen. Gruss Werner |
   
uwe
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. August 2002 - 13:04 Uhr: |
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> Problem: Meine Stimme klingt bei den Aufnahmen > unnatürlich metallisch, Zischlaute kommen mit > einem Rauschen rüber. Kannst Du nochmal genau beschreiben, wie der Signalweg ist, also WO genau steckst Du das Mikro rein? Wenn bei bestimmten Lauten ein Rauschen "hinterherkommt", dann stimmt tatsächlich was mit dem Vorverstärker bzw. der Anpassung nicht. Ich empfehle Dir, auf jeden Fall einen "ordentlichen" Mikrofonvorverstärker zu benutzen, damit meine ich nicht irgendein edles Extra-Teil, sondern z.B. den Mikrofoneingang eines halbwegs mittelmässigen Mischpults. Ich bin nicht der Meinung, dass man einen besonders guten braucht, solange man nicht mikrofontechnisch auf einer hohen Ebene spielt. Kauf Dir doch ein kleines Pult, damit kannst Du später auch das Problem der Latenz-Verzögerung umgehen, wenn Du zu einem Playback aus dem Computer aufnehmen willst. An Deiner Stelle würde ich das kleinste Mackie-Pult nehmen, die Vorverstärker sind gut. Wenn Du Musik wirklich nur als Hobby betreibst, könntest Du auch mit einem Behringer-Mixer glücklich werden - ich nicht :-). Ja, das SM58 ist immer noch ein gutes Mikrofon für bestimmte Stimmen, es gibt aber starke Unterschiede. Ich habe z.B. eins, das sehr gut klingt, und ein deutlich schlechteres (beide neu und grundsätzlich "in Ordnung"). Trotzdem bleibt es eher ein Mikro für die Bühne als für Aufnahmen. Das SM57 habe ich NICHT für Gesang empfohlen, sondern als Beispiel für ein billiges und trotzdem extrem gutes Mikro genannt - Gesang würde ich damit aber trotzdem nicht aufnehmen. Wenn ich allerdings nur ein Mikro auf die einsame Insel mitnehmen könnte, wär's ein 57er. Ja, es ist eher ein Instrumenten-Mikrofon. Welchen Händler hast Du denn gefragt? Hast Du den Eindruck, dass bei dem auch Profis einkaufen? Wenn nicht... Viele Grüße, Uwe |
   
marcel
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2002 - 03:15 Uhr: |
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Kuskuskus, wenn Du wirklich an Neukauf denkst, würde ich erstmal einen Vorverstärker besorgen, brauchst Du für Kondensatormics sowieso. Ein kleiner Mixer tut's auch. Der Behringer MX602 ist z.B. ein sehr günstiger Minimalmischer, der für Deine Zwecke voll ausreichen sollte. Probier dann erstmal dein vorhandenes Mikro damit aus. Wenn da Mikro dann auch neu sein soll sind NT3 oder CS1000 sicherlich gute Möglichkeiten. Aber es muß in der Preisklasse nicht unbedingt ein Kondensatormic sein. Für Stimme/Gesang gibt es eine Reihe guter billiger Mikros wie Beyer TGX58, Sennheiser Evolution Serie, AKG D3600 (oder 3700??, mein Gedächtnis...) Falls Du die Möglichkeit hast, Dein Mikro mal bei einem Freund in anderes Aufnahmeequipment einzustöpseln, könntest Du klären, ob hier wirklich die Schwachstelle ist. Ich habe nach Deiner Beschreibung eher den Eingang der Soundkarte in Verdacht. Marcel |
   
kuskuskus
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. August 2002 - 16:31 Uhr: |
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Hallo, danke noch mal für die vielen Tipps. Ich nutze den Mikrofon-Eingang der Soundkarte. Nach allem, was ich jetzt erfahren habe, sollte ich mir also erst einmal einen Verstärker zulegen. Der Mischpult Behringer MX602 kostet ja offensichtlich nicht die Welt. Grüße Klaus |
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