PIANO PLUG WAHL ?
| Autor |
Beitrag |
   
flummi
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 12. April 2007 - 00:26 Uhr: |
|
Hallo an Alle versierte Piano-Freaks und Sound-Fetischisten. Ich bin seit Wochen auf der Suche nach einem Piano als Plug oder Sample CD/DVD-ROM. Ich habe mir schon sämtliche Demos die es im Netz gibt angehört.Hier eine Liste der Kandidaten: NI - Akoustik Piano, Synthogy - Ivory V2, Sampletakk - Black Grand und White Sister, East West - Steinway B Piano GIGA "9 foot 1 inch", Bösendorfer 290 Grand Piano, Galaxi Steinway 5.1, Steinberg - The Grand 1 und 2. Mein Problem ist, unabhängig der Layer pro Taste und mit und ohne Pedal Sample, dass ich ein Piano-Sample-Plug suche welches auch von den Frequenzen sehr ausgewogen klingen sollte oder sogar muss.Manche Tasten können ganz schön nerven wenn dem nicht so ist und man hat jedes Mal aufs neue das Problem.Oft sogar fast ne ganze Oktave als Störfaktor ! Die beste Figur in dieser Frage macht für mich der East West - Steinway B im GIGA Format für 129 Euro. Aber die ersten 3 oben genannten auch O.K. Ich benutze den EXS 24II im Logic Platinum 5.5 PC Programm. Was ist eigentlich Giga Sampler Format - kann ich den auch lesen ? Ich weiß guter Rat ist teuer - wer kann mir trotzdem aus Erfahrung weiterhelfen ? |
   
nicolic
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 12. April 2007 - 14:41 Uhr: |
|
Hallo, Klang ist Geschmackssache, aber versuch mal Pianoteq. lg Norbert |
   
werner_o
| | Veröffentlicht am Freitag, 13. April 2007 - 01:34 Uhr: |
|
Hallo, die ersten drei und den Galaxy kenne ich leider nicht, die anderen dagegen schon. Wirklich empfehlen kann ich The Grand 2, wobei der eine von den beiden Flügel von TG2 für mich echt traumhaft klingt und in Kürze zu meinem absoluten Lieblingsflügel geworden ist. Der zweite Flügel von TG2 eignet sich dagegen m.E. nur für ruhige Musik, da der in extremen Fortissimopassagen nicht in die Gänge kommen will und im oberen Diskant dann keinen "Biss" hat. Besonders lobend ist bei TG2 anzumerken, daß man den mit einem hochwertigen 88-Tasten Hammermechanik-Keyboard (ich habe ein Fatar Studio 1100) mit einer unglaublichen Dynamik von pp-ff spielen kann, die MIDI-Velocity-Umsetzung ist echt überragend gut umgesetzt! Hier ist wohl auch der größte Kritikpunkt der beiden EastWest-Flügel: da ist die MIDI-Umsetzung leider nicht so gut gelungen, und gerade leise und verträumte Stücke verlangen eine unglaublich konzentrierte Einspielung mit meisterhafter Fingerbeherrschung, damit das Stück dann auch wirklich gut klingt. Klanglich sind beide Flügel sonst sehr schön: Der Steinway B (den mag ich persönlich lieber) wird in ff-Passagen deutlich agressiver und hat den Steinway-typischen ausgeprägten Diskant, der Bösendorfer klingt dagegen etwas neutraler und hat im untersten Bereich noch mehr "Bauch". Das ist aber eine reine Geschmacksfrage. Ein weiteres Problem ist das GIGA-Format der beiden EastWest Flügel: Eigentlich sind die für das nicht gerade preiswerte Gigastudio (früher: Gigasampler) entwickelt worden, welches aber eine Soundkarte braucht, die GSIF-Treiber hat. Wenn man das Gigastudio per Rewire in einem ASIO-Sequenzer einbinden will, muß die Soundkarte zudem den GEMISCHTEN ASIO/GSIF-BETRIEB unterstützen und man muß etwa das Gigastudio per GSIF über den SPDIF-Out betreiben und ASIO über den analog Out - das machen aber längst nicht alle Karten. Bei meiner Terratec EWS88D erhöht sich im gemischten ASIO/GSIF-Betrieb zudem die (praktisch nutzbare) Latenz von ~6ms (nur ASIO) auf 12ms (bei 44,1 kHz), bei meiner (deutlich teureren) RME DIGI 9636 dagegen sind in beiden Betriebsmodi 6ms machbar. Rein theoretisch kann man die EW-GIGA-Samplesets auch in Halion (evtl. auch in Kontakt 2) importieren, welches die komprimierten EW-GIGA-Sets (~900MB) in WAVs umwandelt (ergibt ca. 1,8 GB pro EastWest-Flügel). Allerdings war das Resultat anschließend nicht brauchbar, da die EW-Sets getrennte Samples für mit/ohne Pedal haben und Halion 2 das damals nicht unterstützte (ich weiß nicht ob Halion 3 oder Kontakt 2 das kann). Zudem war der Import fehlerhaft und damit die Flügel endgültig definitiv nicht spielbar. Insofern mußt Du zusätzlich zu einem der EW-Flügel noch das Gigastudio einkalkulieren (falls Deine Soundkarte überhaupt den gemischten ASIO/GSIF-Betrieb mit noch annehmbaren Latenzen ermöglicht). Insofern relativiert sich auch der zunächst recht hohe Preis von TG2 sehr schnell. Zudem läuft TG2 sowohl StandAlone, per Rewire als auch als VST-Plugin, was sehr praktisch und vielseitig ist. Zudem kann er auch klanglich voll überzeugen und ist vor allem (wie bereits gesagt) unglaublich feinfühlig über ein hochwertiges Keyboard einspielbar - im Grunde übrigens der erste virtuelle Flügel, bei welchem ich am Keyboard so richtig Spiellaune bekomme :-) Gruß Werner |
   
werner_o
| | Veröffentlicht am Freitag, 13. April 2007 - 01:39 Uhr: |
|
P.S.: Du brauchst für alle drei genannten Flügel mindestens 1GB RAM, besser sogar 2 GB. Gruß Werner |
|
|