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Fortführung des Threads zum Thema Qua...


Musiksoftware Forum » MP3 - Wave - WMA etc. Konvertierung » Ältere Beiträge 5 » Fortführung des Threads zum Thema Qualität Mp3 (xoggy + rhalstenbach)
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xoggy
Veröffentlicht am Samstag, 29. November 2003 - 22:11 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

...und zwar vom Anfang dieses Jahres http://www.musica.at/musikforum/messages/3/8514.html

Erstmal sorry, dass die Rückmeldung so lange gedauert hat. In mein, sagen wir mal, etwas turbulentes Privatleben ist zur Zeit Ruhe eingekehrt und ich hatte die Musse, die Mp3 Test-CD von rhalstenbach einem Hörtest zu unterziehen.

Noch mal zur Erinnerung: Zum Vergleich stehen 8 Lieder in jeweils vier Qualitäten, und zwar Original, 128 kbps, VBR ~ 192 kbps, 256 kbps , in zufälliger Reihenfolge verteilt. Abgehört wurde am PC über einen schon recht betagten Sony MDR-CD 370 Kopfhörer und einer mittelprächtigen Stereoanlage mit Standboxen. Meine Ergebnisse:


Song 1

Track 1 klingt im Vergleich zu den anderen furchtbar flach, tippe auf die 128 kbps. Bei Track 3 nehme ich etwas wahr, das ich eigentlich nur von schlechtem VBR kenne (Xing, Fraunhofer), nämlich ein deutliches Flattern der Filterbänke in ruhigen Passagen bzw. langsam ausklingenden Tönen, aus diesem Grund lege ich mich auch in den folgenden Beispielen fest. Da bei Track 4 die Einsätze etwas verwaschen rüberkommen aber ansonsten mit Track 2 gleichzieht, mein Tipp:

Track 1 = 128 kbps
Track 2 = Original
Track 3 = VBR (~192 kbps)
Track 4 = 256 kbps


Song 2

War zunächst schwierig, bis ich mich auf den ersten Gesangeinsatz (Start 1.9 Sec.) und den Schluss konzentriert habe. Bei Track 6 höre ich die Filterbänke flattern, bei Track 8 vernehme ich deutliches Flanging, deswegen tippe ich hier auf 128 kbps. Tracks 5 und 7 waren schwer auseinanderzuhalten bis auf ganz leichtes Flanging bei 7 :

Track 5 = Original
Track 6 = VBR (~192 kbps)
Track 7 = 256 kbps
Track 8 = 128 kbps


Song 3

Ich passe, und zwar komplett ! Wundert mich allerdings nicht, das relevante Frequenzspektrum beim Klavier spielt sich bis max. um die 10kHz ab. Nachdem ich 10 Minuten nach Unterschieden gesucht habe, wollt ich nicht mehr. Dafür ist mein Gehör definitiv nicht geschaffen :-))

Track 9 = ?
Track 10 = ?
Track 11 = ?
Track 12 = ?


Song 4

Ähnlich wie vorhergehendes Beispiel, ausser bei Track 15 --> Filterbänke.

Track 13 = ?
Track 14 = ?
Track 15 = VBR (~192 kbps)
Track 16 = ?


Song 5

Wiederum ziemlich einfach: Track 17 --> Filterbänke, Track 19 --> Flanging, Track 18 ein Hauch transparenter als Track 20, kaum wahrnehmbar, deswegen:

Track 17 = VBR (~192 kbps)
Track 18 = Original
Track 19 = 128 kbps
Track 20 = 256 kbps


Song 6

Track 21 und 24 kann ich nicht unterscheiden.

Track 21 = ?
Track 22 = 128 kbps
Track 23 = VBR (~192 kbps)
Track 24 = ?


Song 7

Wieder etwas einfacher. Sowohl bei Track 25 und 27 höre ich leichtes Flanging, ausserdem klingen die Cymbals teilweise sehr verwaschen, bei Track 25 allerdings deutlich weniger. Flattern ist bei Track 28 zu hören. Da ich mal annehme, dass das Original keines dieser Artefakte aufweist ;-):

Track 25 = 256 kbps
Track 26 = Original
Track 27 = 128 kbps
Track 28 = VBR (~192 kbps)


Song 8

Bei Track 31 bin ich mir fast sicher --> 128 kbps, ansonsten: passe. Solche Musik kann ich mir aber auch nur ein paar Minuten antun ohne am Rad zu drehen.

Track 29 = ?
Track 30 = ?
Track 31 = 128 kbps
Track 32 = ?


Bin gespannt auf die Auflösung :-)

Grüsse
xoggy
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2003 - 00:43 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo xoggy,

was willst Du jetzt hören? Dass du gute Ohren hast? Besser als der Rest der ganzen Welt? Oder daß Du schlecht Ergebnisse fälschen kannst? Suche es Dir aus, ich habe allerdings eine feste Meinung dazu.

Wieso?

Unten füge ich einen Link bei, wo alle Ergebnisse mit allen Auswertungen aller Teilnehmer aufgeführt werden. Wie Du siehst, haben massenhaft Teilnehmer KEINEN EINZIGEN Tipp abgegeben - sie fühlten sich definitiv überfordert (übrigens alles Teilnehmer eines Hifi-Forums und auch einige Toningeneure dabei). Ein paar wenige haben nach mehreren Monaten intensivsten Hörens mit hochwertigen Kopfhörern (STAX Elektrostaten) dann doch ein paar Tipps abgegeben - und ein paar respektable waren wirklich dabei.

Eklatant wird Dir dies auffallen (und das ist Dein erster Fehler): diejenigen, die WIRKLICH etwas gehört haben, haben sehr oft die 128er Version für besser als die 192er Version gehalten - kein Zufall. Denn: die 192er Version wurde mit dem minderwertigen Xing-Encoder produziert. Nur gegen "besseres Hören" kann man sich andersherum entscheiden - wieso sollte man das tun?

Es gab EINEN EINZIGEN Teilnehmer, der hatte EXAKT die gleiche Wertung wie Du. Wirklich exakt. Hatte ebenfalls die 128er und die 192er Version "richtig" eingestuft und hatte ebenfalls bei Titel 3 (Track 9 - 12) total versagt - natürlich, weil das Spektrum dort bei 10kHz aufhört. Was übrigens nicht am Klavier als solchen liegt (das produziert Obertöne bis weit über 20kHz), sondern es scheint ein Filter in der Aufnahme zu sein.

Als ich ihn damit konfrontierte und mit der Tatsache, daß er um FAKTOREN besser abgeschnitten hatte als ALLE ANDEREN, gab er offen zu, daß er anstatt zu hören die Software Wavelab benutzt hatte und via Spektralanalyse genau erkannt hatte, was wie erstellt worden war. Heutzutage noch einfacher als vor 3 Jahren.

Ihr beide habt denselben Fehler gemacht: es ist allzu perfekt. Ein paar "Verhörer" hätten hineingemußt. Denn noch etwas ist auffällig: während ALLE Teilnehmer einmütig zugaben, NIE einen Unterschied zwischen Original und 256er Version gehört zu haben (was auch mit anderer Musik nicht gelang), und auch entsprechend die Tipps zufällig sind, liegst Du IMMER richtig - weil natürlich die Software es herausfindet.

Und natürlich diese Schweinerei mit dem schlechten Xing via Fraunhofer - spätestens dort hättest Du es auch verwechseln müssen: WENN du wirklich gehört hättest. Wieso solltest Du absichtlich die schlechtere Version als besser einstufen?

Ich will nicht sagen, daß Du nicht gewisse Dinge auch gehört hast, ein paar Teilnehmer haben ja auch ganz ordentliche (aber nicht gute) Ergebnisse erzielt. Aber diese Trefferquote liegt dermaßen weit außerhalb der Norm, daß dir jeder Statistiker sofort sagen kann (OHNE Hintergrundwissen), daß diese "Messung" gefälscht ist.

Letztendlich ging es mir ohnehin nicht darum zu erfahren, wie gut MP3 ist: denn das weiß ich ohnehin. Ich wollte nur Dir (und den anderen Teilnehmern) eine Möglichkeit schaffen, in einem wirklichen Blindtest unvoreingenommen sich von der Qualität zu überzeugen. Da damals viele schlecht codierte MP3s im Netz kursierten, waren eben viele Menschen voreingenommen - die Testteilnehmer sind es nicht mehr. Mit dem Hilfsmittel einer Software beweist Du niemandem etwas - außer, daß Du Software einsetzen kannst. Nur: daß Du das wirklich gehört hat, glaubt Dir niemand - schau selbst die Auswertung an, wie irrsinnig weit Du über dem Schnitt UND vom Besten entfernt bist.

Schau selbst mal, ich habe die Tabelle als HTML exportiert: http://www.audiotreff.de/mp3-cd.html

MfG
Rainer
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xoggy
Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2003 - 01:54 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Das ist ja wirklich kaum zu glauben: Kaum postet jemand Ergebnisse dir dir nicht passen, unterstellst du dieser Person, irgendeine Analyse benutzt zu haben, womit du dieser Person dann eindeutig Betrug unterstellst.

Ich führe einen solchen Test wie eh und je mit der auf dieser Seite http://www.ff123.net/abchr/abchr.html beschriebenen Blindtest durch. Projektdatei laden, signifikante Stellen markieren, hören, vergleichen.

Stelle ich bei einem oder mehreren Songs Kodierartefakte fest, bewerte ich danach, welche nach meinem Gehör am wenigsten/keine und am meisten Fehler enthält. Xing VBR kann ich meist schnell erkennen an den beschrieben flattternden Filterbänken, fällt somit schon einmal aus der weiteren Bewertung. 128 kbps sind meist auch schnell an den starken Flanging-Effekten und dem insgesamt etwas zugezogenem Klang zu erkennen. Mag sein, dass ich bei einigen danebenlag und Xing besser als die 128kbps Fraunhofer bewertet habe, aber das war mein subjektiver Eindruck in Bezug auf den jeweiligen Song.

Wenn tatsächlich keiner der bisherigen Testpersonen das Original von einer 256 kbps unterscheiden kann, haben diese Personen schlicht und einfach nicht gelernt, Kodierartefakte zu hören, denn das beruht auf Erfahrungswerten. Zugegeben, ich hatte so meine Schwierigkeiten , aber die Flanging Effekte bzw. verwaschenen Anschläge sind bei einigen Liedern schwer, aber mit Konzentration eben doch zu hören.

Schliesse nicht von dir oder anderen auf meine Person, eine Täuschung würde mir rein gar nichts bringen (die Wette habe ich nicht ernst genommen)

Ich bin von deinem Statement enttäuscht.

Grüsse, aber nicht mehr so freundlich
xoggy
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2003 - 04:22 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Kaum postet jemand Ergebnisse dir dir nicht passen, unterstellst du dieser Person, irgendeine Analyse benutzt zu haben, womit du dieser Person dann eindeutig Betrug unterstellst.

Du verstehst es nicht: die Ergebnisse sind mir völlig egal - das hat mit "passen" nichts zu tun. Ich nehme sie einfach in die Statistik auf. Wenn sie glaubwürdig sind. Sind sie aber nicht.

Dein Ergebnis ist ein Außreißer von einer Größenordnung die völlig unzweifelhaft darauf schließen läßt, daß es getürkt ist. Das hatte ich Dir versucht klar zu machen - völlig unabhängig von der Materie ist es für JEDEN ganz einfach zu ersehen, daß dein Ergebnis jenseits von Gut und Böse ist. Und ergänzenderweise versagst auch Du genau dort, wo andere "Softwarespezialisten" auch versagt haben. Fatal: du schreibst auch noch, "das relevante Frequenzspektrum beim Klavier spielt sich bis 10kHz ab" - völliges Eigentor. Der Frequenzgang eines Klaviers reicht bis über 20kHz, woher kommt die Zahl 10? Aus der Spektralanalyse natürlich, oder willst Du glaubhaft machen, Du könntest eine Spektralanalyse "hören"? Und da MP3 selbst bei 128kb/s erst bei 14kHz abschneidet, versagt die Analyse - dumm gelaufen. Aber MP3 produziert bei 128kb/s noch massenhaft mehr Fehler als "nur" abgeschnittenen Frequenzgang - nur das stellt eine Spektralanalyse offensichtlich nicht dar.

>Wenn tatsächlich keiner der bisherigen Testpersonen das Original von einer 256 kbps unterscheiden kann, haben diese Personen schlicht und einfach nicht gelernt, Kodierartefakte zu hören, denn das beruht auf Erfahrungswerten.

Wenn Du es wünscht, teile ich Dir die Adresse des Malte Ruhnke mit - der hat als Bester abgeschnitten und seine Erfahrung und seine Ausbildung dürfte Dich beeindrucken. Versuche ihm doch klarzumachen, was Du hörst was er nicht hört. Mir ist das egal.

Und das ist es auch schon: mir ist es völlig egal, ob Du pfuschst oder nicht - ich stelle es lediglich fest. Die Tabelle kann jeder einsehen und seine Schlüsse ziehen.

WARUM der einzelne pfuscht - das hat oft nicht mit Wetten zu tun. Selbstwertgefühl würde ich es nennen. Wieso hast Du mir Dein Ergebnis nicht einfach zugemailt, wieso hast Du mit Pauken und Trompeten einen neuen Thread eröffnet mit Schnee von gestern?

Übrigens haben noch zwei weitere recht bekannte Personen aus diesem Forum auch die CD bekommen - beide haben nach 3 Monaten aufgegegen. "Keine Erfahrung" oder "taub" würdest Du das wohl nennen? Ich nicht. Ich glaube an Erwartungswerte, Zufall und Verteilung. Als Mathematiker bleibt mir auch gar nichts anderes übrig.

Grüße
Rainer
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xoggy
Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2003 - 05:32 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Du ••••••••• !! Ich habe wirklich versucht, in diesem Thread sachlich zu bleiben, aber jetzt reicht es mir.

Tatsächlich habe ich überlegt, ob ich die Aussage "das relevante Frequenzspektrum beim Klavier spielt sich bis 10kHz ab" in meiner Aussage aufnehmen soll oder nicht, weil genau diese auch in anderen Test immer bemängelt wurde blabal...

Zur Verdeutlichung: Ich bin Musiker, Gitarrist zwar und kein Klaviervirtuose, aber ich habe ständig mit Instrumentalisten zu tun, die dieses Teil anständig beherrschen und auch bestätigen, dass ein Obertonfrequenzspektrum von knapp 20 kHz vorhanden ist, nur - und da ist der Knackpunkt - es wird im Studio eben nicht komplett abgenommen !!

Diese besagten Klavierspieler konnten mir das auch bestätigen, indem sie professionelle Aufnahmen neueren Datums vorlegten und deren Frequenzspektrum nie auch nur die 10kHz Skala überschritten, nicht einmal annäherten. Ein Musiker erklärte: "Selbst bei günstiger Positionierung der Mikros würde bei derartiger Bandbreite jedes Knarren des Hockers auf dem der Spieler sitzt, jede Bewegung des Pedals auf inakzeptable Weise nach vorne rücken. Deswegen wird schon im Studio eine Beschneidung der Bandbreite erzwungen, die dem menschlichen Gehör aber verborgen bleibt.

Und genau darauf verlasse ich, und bin auch bei deinem Beispiel mit Klavier davon ausgegangen. Ich habe hier Rubinstein, Goldberg, usw. und ich kann beim bestem Willen keine Unterschiede heraushören. Ich hab sogar Schwierigkeiten, eine 128er Blade von einer Fraunhofer 128 kbps zu unterscheiden, weil -- und das habe ich schon mal erwähnt , Klassikmusik, und vor allem Klaviermusik, mehr als ungeeignet ist, um die Fähigkeiten eines Mp3 Codecs zu testen, weil Klassikmusik keine hohen Anforderungen an einen Codec stellt (auch wenn das immer wieder in den Foren herumgeistert)

Aber du redest von Eigentor, du Penner. Ich reiss mir den ••••• auf, um nach ich weiss nicht nach wie vielen Monaten mich mal hinzusetzen, die Songs zu hören über zwei Tage verteilt mit Pausen, weil mein Gehör - jedenfalls nach 10 Minuten - ziemlich ermüdet... aber natürlich, wieder die Aussage, alles getürkt, weil es kann ja nicht sein was nach deiner Meinung unmöglich ist.

Und nochmal - ich bezweifle überhaupt nicht, dass, wie hiess der Typ, Malte, sowieso ein grandioses Gehör hat, wahrscheinlich ist der Mann Toningenieur und furchtbar lang in dieser Branche tätig, nur -- und aufgemerkt -- heisst das noch lang nicht, dass er auch gelernt hat, Kodierartefakte zu hören ! Himmel, hier gibt's auch "Tonleutz" mit ihrem unglaublichen Gehör, die erbärmlich versagt haben in Bezug auf verlsustbehaftete Verfahren.

Ich ••••••• auf mathematische Genauigkeit, hier geht es um Hörerfahrung, die mathematisch nicht zu errechnen ist (obwohl...wahrscheinlich geht auch das...)

xoggy, und ganz bestimmt keine Grüsse

P.S.: Vielleicht hörst du dir mal die 256er im Vergleich zum Original an. Wenn du nicht bei mindestens einem Song Unterschiede hörst, ist dein Gehör für'n unteren Rückenbereich !!)
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2003 - 06:03 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Und nochmal - ich bezweifle überhaupt nicht, dass, wie hiess der Typ, Malte, sowieso ein grandioses Gehör hat, wahrscheinlich ist der Mann Toningenieur und furchtbar lang in dieser Branche tätig, nur -- und aufgemerkt -- heisst das noch lang nicht, dass er auch gelernt hat, Kodierartefakte zu hören !

Du begreifst es immer noch nicht: dieser "Malte" ist ein kein furchtbar lange in der "Branche" tätiger Toningeneur, sondern er hat sich in seinem Studium speziell mit Codierung, im speziellen mit MP3-Codierung beschäftigt, hat selbst an vielen Szenarien teilgenommen, hat Szenarien entwickelt, hat Seminare und und Hörübungen in Sachen "Artefakte" veranstaltet und ist ein ebenso ehrgeiziger (aber nicht so peinlicher) Mensch wie Du - und hat aber dabei richtig viel Ahnung von der Materie "komprimierte Musik" - ganz anders als Du.

>Wenn du nicht bei mindestens einem Song Unterschiede hörst, ist dein Gehör für'n unteren Rückenbereich !!

Dann lass uns jetzt doch noch eine kleine Erfahrung machen: wir nehmen exakt die CD, die Du von mir bekommen hast, Du bringst die Anlage Deiner Wahl zu mir mit nach Hause, einen Zeugen Deiner Wahl (und einen Zeugen meiner Wahl) und dann machen wir mit dieser (dir inzwischen sehr bekannten) CD einen Doppeltblindtest: ich zahle die Anreise, die Unterbringung (für 2 Personen) und alles drumherum, und Du hörst alles heraus - sonst ist ja Dein Gehör für den unteren Rückenbereich.

Der Einsatz beträgt 20.000,- Euro - Ok? Oder ist das zu wenig? Dies Angebot gilt verbindlich vor Zeugen.

Grüße
Rainer
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xoggy
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Dezember 2003 - 00:19 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>>...und ist ein ebenso ehrgeiziger (aber nicht so peinlicher) Mensch wie Du - und hat aber dabei richtig viel Ahnung von der Materie "komprimierte Musik" - ganz anders als Du.<<

Und schon wieder unter die Gürtellinie. Du hast mir oben eindeutig Betrug vorgeworfen und darauf reagiere ich, und zwar mit Recht, extrem sauer. Wenn du bereit bist, wieder sachlich zu argumentieren, tue ich das auch.

Und nochmal - ich spiele nicht um Geld. "Der Einsatz beträgt 20.000 Euro, sorry, aber geht's dir noch gut ?

Ich mach dir ein Gegenangebot: Ich werde versuchen, ebenfalls eine Test-CD zusammzustellen mit Samples, und dazu später nicht nur die Auflösung, sondern zur Bequemlichkeit auch gleich die relevanten Zeitabschnitte mit den meiner nach signifikanten Stellen.

Wenn du die Unterschiede dann immer noch nicht hörst, bin ich gern bereit, das Angebot in Betracht zu ziehen und an einem Blindtest mit deiner und meiner Test CD teilzuehmen.

xoggy
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Dezember 2003 - 04:54 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Das kannst Du Dir alles sparen - es geht nicht
darum was ICH höre (darum ging es noch nie),
sondern darum, was DU zu hören behauptest. Das
liegt dermaßen weit über dem statistischen
Schnitt (an dem ich selbst nicht teilgenommen
habe), daß es schlicht nicht stimmen kann.

Spar dir die alberne "das mußt doch aber
wirklich jetzt auch hören"-CD und komm zum
Blindtest (mit Wette - wie sonst? es muß weh
tun). Alles andere ist kalter Kaffee - wer
interessiert sich denn für das, was ICH höre?
DEIN wundersames Gehör steht zur Disposition.

Rainer
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xoggy
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Dezember 2003 - 04:48 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

1. Wenn mein Gehör so gut wäre, hätte ich weit mehr richtige Treffer erzielt als gerade mal 20 von 32. Tatsächlich entspricht mein Gehör dem in meiner Altersgruppe häufig auftretenden mit eingeschränkter Wahrnehmung hoher Frequenzen, ab ca. 18kHz ist bei mir Schluss.

2. Dass die ausser mir gerade mal 42 Personen umfassende Testgruppe recht wenig Treffer verbuchen konnte, kann viele Ursachen haben. Tatsache ist, dass eine relevante statistische Zusammenfassung und Bewertung gleichbleibende Testbedingungen voraussetzt, und die sind hier in keinem Fall gegeben. Würden die Testpersonen sich einem Hörtraining unterziehen (http://ff123.net/training/training.html) und den Umgang mit der für mich einzig zulässigen ABX-Methode lernen, würden sich die Ergebnisse angleichen und die Trefferquote weitaus höher ausfallen und die meine vermutlich sogar übertreffen.

3. Ich wette nicht. Punkt. Wenn du dein Geld unbedingt loswerden willst und so sicher bist, wieso bietest du dann nicht eine Prämie an für jeden der zumindest die Hälfte der Song richtig zuordnet ?

Ich jedenfalls werde nicht mit Geld jonglieren,dass ich nicht habe, und mich keinen Meter von meinem Wohnort entfernen, um das Ergebnis eines Testes zu verifizieren, der unter korrekten Bedingungen stattfand.

Aber ich stehe für jeden zum Meinungsaustausch zur Verfügung, aber bitte sachlich und ohne Polemik, und habe keine Probleme damit, diesen Test unter Zeugen zu wiederholen.
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otznikatum
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. Dezember 2005 - 18:33 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

das problem unserer umstrittenen mp3 ist zwar auch aber nicht nur tontechnissch, sondern "gesellschaftsmottotechnisch" zu betrachten, ... also, zuerst aber einen leicht anderen aspekt -> wenn ich auf einer großen tanzfläche stehe, höre ich ganz genau, ob wer mit platten oder cds auflegt - cds klingen dort häufig "metallisch" "blechernd" ... zwar schon "klar" und "transparent" ... aber irgendwie fehlt die "wärme" (alles unantastbare subjektivwertungen ;)- ... - und tatsächlich, auf immer mehr offiziellen parties werden seit der erschwinglichkeit von cd-brennern mehr und mehr cds aufgelegt ... gar nicht auszudenken, wie mich mp3-sound auf der tanzfläche so richtig überhaupt nicht mehr kickt ;)
nun zum gesellschaftsmottotechnischen teil meines senfes: mp3 ist ein gutes beispiel dafür, was in unserer gesamten von kapitalismus und renditen geprägten gesellschaft im rahmen des mottos der endkonsumenten, "geiz ist geil", überhaupt passiert und auf äusserst suggestive art und weise medientechnisch, wirtschaftlich und sogar (politisch) motiviert wird :
- ein völlig rationales abflachen des niveaus zu lasten der qualität ... also eher quantität statt qualität (u.a. ökonimisch-politisch motivierte minderung der solidarität im sozialwesen, vorgaukeln einer vermeindlichen individualität und freiheit der breiten masse seitens der medien etc. bis hin zur ... ja ... man will es nicht meinen ... der mp3)
- man könnte meinen, daß der markt sich neoliberalistisch selbst regelt - also unter anderem ... der einzelne konsument mit dem kauf eines artikels dem hersteller direkten feedback gebe und somit - da alle konsumenten in unserer aufgeklärten welt von allem in allen bereichen des lebens und den hiermit verbundenen konsumgütern ahnung haben (können), sich auf lange sicht nur qualität durchsetzen werde - und ... nun ... betrachte man die realität, die zwar ökonomisch betrachtet tatsächlich abhängigkeiten zwischen konsument und industrie beinhaltet, aber in dies in wie fern?
- da sich die meisten menschen nicht mit dem unterschied von qualität in den verschiedensten bereichen des lebens beschäftigen (können), sondern innerhalb unseres arbeitsgeteilten wirtschaftssystems auf das verlassen (müssen), was ihnen vorgesetzt wird bzw. was ihnen zugänglich gemacht und vor allem als "guter deal" suggeriert wird, setzt hier für mich ganz klar den "genutzten" standart gegenüber den eigentlich erstrebenswerten viel höheren standart herab. in dem zeitalter des "geiz ist geil" meinen nun alle doch so freien individuen all ihre materialistischen wünsche befriedigen zu können - aber wer profitiert nun von der standartisierten minderen qualität? - die industrie und nicht der konsument! - meine frage: warum mit mp3 platz sparen wollen, wenn andere formate besser sind aber mehr platz brauchen - dann braucht man mit dsl halt eben 7min statt 1,5 um einen song herunterzuladen, den man meint wirklich haben zu wollen - ist doch wohl seit erfindung des ipods als großer datenspeicher (auch für genügend waves geeignet) der hauptgrund für die dominanz der mp3-datei in der breiten masse ;)
es geht um schein und nicht ums sein - leider - jeder einzelner versucht sich gegenüber seines nächsten als innehaber der im nächst höheren klasse zu behaupten (dies auf sozialer, kognitiver, ethischer, ökonomischer, kultureller etc. art und weise) - jedoch häufigst aber mit mitteln des quantitativen kapitals - der wert von qualität geht hier verloren - es scheint keinem aufzufallen, das viele "qualitätsprodukte" mit den jahren der produktion immer schlechter werden - ... - wir lassen dies schliesslich mit uns machen und zahlen weiter für die uns vorgesetzte •••••••• zu lasten der qualität!
spätestens hier werden einige kritisieren, dass meine argumentation nichts mit mp3 an sich zu tun habe, da die wirtschaft vom datenklau via mp3 eher verluste mache - ich möchte hier ganz deutlich machen, dass mp3 für mich persönlich ein geeigneter repräsentant und somit ein gutes beispiel für eine abstrahierung unseres gesellschaftsmottos ist - wieviele schlechte mp3-player wurden in den letzten jahren verkauft? - keine ahnung ... ich sehe immer leute mit solchen konzentrationshemmenden dingern herumlaufen, nicht in der lage sich für eines der vielen musikstücke ihrer riesigen musikdatenbank zu entscheiden - für diese breite masse ist oft schlecht komprimierte mp3 via schlechten mp3-playern mit schlechten da-wandlern zum standart geworden - sowie in vielen anderen bereichen leider auch :(
ich denke hier die durchaus fatale aber anscheinend unumgängliche symbiose beider kräfte veranschaulicht und knapp gegenübergestellt zu haben - der eigennützige auf der breiten ebene ähnungslose konsument gegenüber der eigennützigen ahnungsverachtenden industrie!
mein appell ist nicht die vorteile der kleinen mp3-datei zu entkräften, sondern eher auf die vorteile von qualität aufmerksam zu machen- denn kaum ein phänomen findet sich ausschliesslich in einer kategorie ... entscheidungen sind fest im handlungsmuster eines individuums und ferner des gesamten outcomes eines kollektives bzw. systems verankert, welche sich häufig über die gesamte bandbreite aller bereiche des gesamten lebens und umwelt der einzelnen erstrecken!

gestalltet eure umwelt mit zu einer so wie ihr sie haben wollt - mit allen konsequenzen ... aber denkt nach - eure handlungen haben immer folgen & diese folgen werden wiederum im rahmen der wirtschaftlichkeit anderer benutzt ... nicht nur innerhalb der fetisch-debatte mp3 vs. was auch immer ... sondern grundsätzlich ;))

mann ... das hat mal spass gemacht - hehe & gruß, ...