| Autor |
Beitrag |
   
oberschlingel
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juli 2002 - 20:57 Uhr: |
|
Hallo Ihr! Ich hätte mal eine Frage zu Lautstärken von wav-Files. Ich erstelle mit Cubase einen Song und mache danach einen Mixdown, den ich z.B. normalisiere, damit der höchste Pegel 0db erreicht. Wenn ich dieses wav-File (16 Bit) auf CD brenne, ist der Song immer viel leiser als bei einer gekauften CD. Und wenn ich den Pegel anhebe bis ich auf etwa die gleiche Lautstärke komme, ist der Song völlig übersteuert. Kann mir hierbei jmd. von euch vielleicht weiterhelfen? Muss ich vielleicht in 32 Bit aufnehmen? Vielen Dank, Tom |
   
arno
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juli 2002 - 21:19 Uhr: |
|
Hi oberschlingel, Für diesen Zweck benutzt Du entweder ein Kompressor-Plugin bzw. einen Loudnesmaximizer. Die Fa. Waves hat für diese Bearbeitungsschritte sehr gute Plugins, jedoch sind die nicht ganz billig. Verusch zuerst einmal den Kompressor von Cubase. Gruß Arno |
   
oberschlingel
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juli 2002 - 21:32 Uhr: |
|
Danke Arno. Aber gibt es denn nicht die Möglichkeit den Song wie mit "normalisieren" an die CD-Lautstärke anzupassen? Ein Compressor schneidet doch die Spitzen ab. Geht das nicht ohne den Song selbst zu verändern? Danke, Tom |
   
arno
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juli 2002 - 22:01 Uhr: |
|
Hi Tom, du hast recht, dass der Kompressor die Signal-Pegelspitzen abschneidet, durch die Kompremierung erreichst Du aber die Veränderung Deiner Gesamtlautstärke. Sofern Du dieses Beschneiden nicht möchtest, bleibt Dir letztlich noch die Möglichkeit den Loudnessmaximizer zu nutzen um die Lautstärke anzuheben. Gruß Arno |
   
uwe
| | Veröffentlicht am Freitag, 19. Juli 2002 - 00:03 Uhr: |
|
Hi, der Trick ist eine Mischung aus Kompression, Limitierung (das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe!) und einem ASTREINEN Mix, von dem man ausgeht. Viele Leute unterschätzen den Einfluss, den alleine die Art des Mixes auf das Ganze hat. Da macht leider nur Übung und ein sehr gutes Ohr den Meister. Als Anregung vielleicht diese Tipps: - Bässe verbrauchen irre viel Energie. Damit ein Mix also einen guten Durchschnittspegel ohne viele Sprünge hat, ist es sehr wichtig, dass Bass Drum und Bass SEHR gleichmäßig gespielt sind (leider können das oft nur Superprofis ;) und komprimiert/limitiert werden. - Bassanteile in anderen Signalen kappen, wo sie unwichtig sind (Hochpassfilter) - gute Abhöre, auf der man die Bässe überhaupt hört, damit man weiß, was wabert und weg kann - L/R-Ausgewogenheit - Multiband-Kompression (TC Finalizer, Waves C4 etc.) hmmm... man kommt vom hundertsten ins tausendste ;) immer Vergleich hören mit den bevorzugten Vorbildern, und solange mixen, bis der eigene Mix "genauso wenig" Bässe hat. Uwe |
   
armin
| | Veröffentlicht am Freitag, 19. Juli 2002 - 04:02 Uhr: |
|
Hallo, um den Pegel Deines Songs permanent an die 0 dB Linie zu fahren brauchst Du im Prinzip nur einen Multiband Compressor und einen Limiter. Der Compressor macht alles quadratisch praktisch gut und was er nicht mehr in die 0dB rein kriegt, das schneidet der Limiter weg. Dann hast Du erstmal das gleiche "Energieniveau" wie bei den "gekauften" CDs. (Bei Logic 5 sind alle notwendigen Plugins mit an Bord, sogar in recht ordentlicher Qualität) Ob das auch noch musikalisch klingt, ist jetzt eine ganz andere Frage. .. ;-) Grüße, Armin |
   
oberschlingel
| | Veröffentlicht am Samstag, 20. Juli 2002 - 20:58 Uhr: |
|
Vielen Dank für eure Hilfe, ihr habt mir sehr weitergeholfen. Das war nämlich eine der grundsätzlichen Fragen, die ich schon immer hatte. Bisher habe ich mich leider viel zu wenig mit dem Mastering beschäftigt und mich eher auf das Musikmachen konzentriert. Viele Grüße, Tom |
|