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Compressor-Einstellungen? Mastern mit...


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oberschlingel
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2002 - 05:46 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo.

Ich hab mal wieder eine Frage zum Mastern mit Wavelab:
Wie geht man denn hier im allgemeinen vor? Läßt man alle Effekte (Limiter, Compressor, LoudnessMaximizer etc.) gleichzeitig laufen und macht dann ein Digital-Mixdown? Oder aktiviert ihr nur ein Effekt macht einen Mixdwon und dann kommt der nächste Effekt drüber?
In welcher Reihenfolge geht ihr vor? Komprimiert/Limitiert ihr erst und verstärkt danach die Lautstärke? Oder benutzt man lieber gar keinen Loudnessmaximizer und macht das mit den Output-Regler vom Compressor?
Noch eine kleine Frage: Wenn ich einen gut ausgesteuerten (und lauten) Mix habe und dann den Steinberg ME Compressor aktiviere, bewegt sich der Punkt im In-Out-Diagramm nur im untersten Bereich. Er kommt nicht annähernd an den 0db-Punkt. Heißt das lieber nicht komprimieren? Oder muß ich nur den genauen Frequenzbereich finden, wo der Ausschlag am höchsten ist?

Bitte entschuldigt, falls ich sehr dumme und voreilige Fragen Stelle (habe noch nicht genug selbst probiert und vielleicht klären sich noch heute abend beim rumspielen die meisten Fragen..), aber ich finde so wenig Informationen über genaue Einstellungen beim Mastern. Vielleicht kauf ich mir jetzt doch mal ein Buch, um dieser ganzen Technik beim Mastern etwas näher zu kommen.

Habt Dank für ein paar Antworten,

Tom
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stev
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2002 - 15:24 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Du kannst ruhig alle Effekte gleichzeitig laufen lassen.
Ich verwende zuerst meist einen Equalizer, dann einen Multiband-Kompressor und zum Schluss den Waves L1 Ultramaximizer.
Limiten tue ich die wichtigsten Spuren einzeln schon zuvor im Logic Audio.

Ich kenne den ME Compressor leider nicht wirklich. Am wirkvollsten ist wenn du, wie do schon geschrieben hast, den Frequenzbereich suchst der den groessten Ausschlag hat, und den dann komprimierst. Das werden aber meist die tiefen Frequenzen sein. Welche Einstellungen du verwenden sollst ist immer musikabhaengig. Klassische Stuecke werden sicher anders komprimiert(oder garnicht) als z.B. Electro/Pop Am besten du machst das alles nach Gehoer.

So einen LoudnessMaximizer wie den waves L1 wuerde ich immer verwenden. Der holt dann meist nochwas raus was du mit Kompressoren allein nicht hinbekommst.

Gruesse,
stev
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shopgirl
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2002 - 17:26 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

ich bearbeite die spuren meist schon vor dem final mastering, zb bass und drums zusammen - bzw fasse die instrumente in gruppen zusammen.
teilweise comprimiere ich bass und drums soweit das diese richtig miteinander verschmelzen, exportiere diese spur und fuege diese spur als additional track ins arrangement zusaetzlich ein, wobei die ursprungs-spur wieder decomprimiert wird.
danach mache ich es genauso wie stev...

EQ - Compressor - (eventuell reverb fuer bestimmte gruppen) - (Limiter) - Maximiser

beim mixdown von 48 000 und 32 bit zu 44.100 und 16 bit schalte ich den IDR von waves dazwischen.

cheers
shopgirl
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oberschlingel
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2002 - 17:50 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Danke für eure Antworten!
Wendet ihr eigentlich eure Master-Effekte in Cubase (oder Logic..) im Master-Bereich an, oder macht ihr einen Mixdown ohne Mastereffekte und wendet diese dann erst in einem externen Programm (z.B. Wavelab etc.) an?

Danke,

Tom
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uwe
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Juli 2002 - 18:49 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Tom,

Es macht keinen Unterschied, ob Du die Effekte gleichzeitig berechnen lässt oder einzeln - solange die Reihenfolge der Effekte gleich bleibt, ist das Ergebnis identisch (vorausgesetzt, Dein Rechner schafft alles in Echtzeit und macht keine Fehler wg. Überlast). Die Bearbeitung ist immer seriell, d.h. in einer Effektkette geht der Ausgang von Effekt 1 in den Eingang von Effekt 2 etc.. Du hättest also bei einer einzelnen Berechnung am Ende das gleiche Signal, nur dass du wesentlich länger brauchst (mehrere Durchgänge, mit den meisten Programmen in Echtzeit) und mehrere verschiedene "Master"-Files auf der Platte hast. Den Vorteil, die Bearbeitungsschritte einzeln unter die Lupe zu nehmen, kannst Du auch durch "bypassen" einzelner PlugIns erreichen.

Ich kenne die Steinberg-PlugIns leider nicht so genau (ich benutze hauptsächlich WAVES), meine "Mastering"-Kette sieht aber prinzipiell so aus:

1 - HOCHPASS-FILTER - schneidet alle Subbässe unterhalb einer einstellbaren Frequenz ab. Wichtig, um den Pegel nicht mit unsinniger Energie zu verblasen, die eh keiner hören kann oder will. Mit dem Analyzer kann man gut sehen, was für tiefe Töne da eigentlich im Mix sind, die man nicht hört. Hängt natürlich stark von der Musik ab, für Pop braucht keiner Supersubbässe, bei Techno vielleicht schon. Der Hochpass-filter wirkt in Kombination mit MaxxBass (s.u.). Im Analyzer mal verschiedene Mixe aus den Charts anzukucken, ist übrigens sehr interessant.

2 - EQ - ist eigentlich klar, oder? Meist nur für breite, feine Absenkungen oder nen leichten Höhenanstieg (das geht nur mit einem wirklich guten EQ, sonst wird's mal wieder "verschlimmbessert" :). Auch, um bei mehreren unterschiedlichen Songs ein einheitlicheres Frequenzbild zu bekommen. Schmalbandige Filtereien von "Störfrequenzen" mache ich in der Summe nicht, die filtere ich im Einzelsignal, von dem die Störfrequenz kommt. Wenn man nur noch die Summe hat, muss es natürlich auch schon mal sein.

3 - MAXXBASS (Waves) - generiert Obertöne von vorhandenen Bässen und mischt diese dem Originalsignal zu. Man denkt, man hört fetteren Bass, ohne dass der tatsächliche Bassanteil ansteigt. Kurz gesagt -> man bekommt mehr Bässe, ohne dass sie Pegel fressen. Die tatsächlich addierten Frequenzen liegen weiter oben und sind damit nicht so energiehaltig, also auch besser zu kontrollieren/komprimieren. Es gibt auch andere PlugIns, die solche Bass-Schwindeleien machen, ich finde MaxxBass am besten.

4 - STEREO-VERBREITERUNG - nutze ich nur SEHR begrenzt und nur bei Mixes, die wirklich absolut keine Weite haben. Kann keine Wunder vollbringen und nimmt einem Mix immer etwas Substanz. Wenn dem Mix die Breite fehlt, sollte lieber versucht werden, sie durch extremeres Panning und Ein-/Zusatz von GUTEN Pad-Sounds und GUTEN Hall-Programmen (gemeint ist hier natürlich nicht die fertige Summe, sondern für Einzelsignale im Mix ) zu erzeugen. Auch wichtig: Einzelsignale können nur dann GROß und BREIT klingen, wenn es im Mix noch andere Dinge gibt, die klein klingen - Die Unterschiede machen die Größe aus. OK OK .. das gehört eigentlich nicht zum Mastering, stimmt!

- MULTIBAND-COMPRESSOR - Tja, da fällt mir nichts wirklich konkret erzählbares ein, außer dass man viel ausprobieren muss und nichts übertreiben darf. Ich benutze den TC Finalizer, weil der eine praktische Auto-Erkennung hat, die gute Ergebnisse liefert, von denen ausgehend man noch weiter dran drehen kann. Ich finde den Multipressor von Logic nicht so gut, andere Leute schwören drauf. Der C4 von Waves ist top, den benutze ich auch gerne für Einzelsignale wie Stimme. Andere kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Multiband-Kompression ist auch sehr anfällig für Verschlimmbesserung und Verplattung. Richtig eingesetzt, sorgt sie für Druck und mehr Zusammenhalt des Mixes.

- LIMITER - Vorletze Stufe, hier wird der Mix verdichtet und an die oberste Pegelgrenze gefahren. Unbedingt nach GEHÖR einstellen und nicht nach Pegel! Zuviel klingt •••••••, auch wenn's dann schön laut ist ;) - So laut wie im Radio wird es nie (die haben noch ganz andere Geräte). Der Limiter ist kein Kompressor. Er soll nur die obersten Pegelspitzen abschneiden, also nur ab und zu eingreifen. Bei diesen Eingriffen können dann aber auch durchaus schonmal bis zu 6 dB Reduktion passieren - keinesfalls aber darf die Reduktions-Anzeige dauerhaft mehrere dB anzeigen. Ich benutze den +L1 Ultra Maximizer von Waves. Wenn keine ausreichende Lautheit bei moderaten Einstellungen erreicht werden kann, ist der Mix leider Schrott -> neu mixen.
Die Erkenntnis, dass ein Mix im Radio eben so klingt, WEIL er noch einmal durchs Radio geblasen wurde, heißt, dass man eben nicht so mastert, wie es im Radio klingt, sondern so, wie es klingen muss, damit es IM RADIO dann wie im Radio klingt - zu kompliziert? :)

- DITHERING - Letzte Stufe. Hier wird das Signal in 16Bit umgewandelt, damit es Audio-CD-Format hat.

Uwe

achso - und zu der letzten Frage: Ich mastere mit Logic, aber in einem externen Schritt. Ich benutze aber gerne KEIN ausgewiesenes 2-Spur-Master-Programm, weil ich gerne mehrere Vergleichsmixe (Pop-CDs etc.) auf parallelen Spuren anliegen habe um schnell vergleichen zu können.
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molo
Veröffentlicht am Sonntag, 01. September 2002 - 23:37 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

hey uwe! danke mann :) werd mir deinen post ausdrucken.
ich habe da schon viel mit den waves-plugs rumprobiert und versuche einen dance-/trance-sampler-kompatiblen sound hinzukriegen. verwende schon die selben plugs wie von dir aufgelistet, nur die reihenfolge hat noch nicht gestimmt.

was hälst du davon, wenn man als erstes noch nen loadnesmaximizer dranhängt? der l+ hat da ein preset "premaster, master ready".

gruss molo, aus münchen