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Finale Noteneingabe


Musiksoftware Forum » Notensatz - Notation » Ältere Beiträge 2 » Finale Noteneingabe
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notentypen
Veröffentlicht am Freitag, 19. September 2003 - 21:19 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallöchen zusammen!

Ich musste mir zusätzlich zu Sibelius auch Finale zulegen. Während der Wartezeit auf die Lieferung habe ich mir schonmal das Demo runtergezogen und installiert.
Ich bin von Sibelius gewohnt, die Stepeingabe zu nutzen. Bei einstimmigen Sachen per Tastatur und sonst per Keyboard.
Laut Hilfe in Finale soll das per "schnelle Eingabe" auch funktionieren. Aber weder über Keyboard noch über Tastatur ist eine Eingabe möglich.
Nehme ich von Keyboard per "HyperScribe" auf erkennt Finale die eingehenden MIDI-Daten und notiert auch was. Die Latenzzeit habe ich so Pi mal Daumen angepasst.
Warum erkennt Finale bei "schnelle Eingabe" weder Tastatur noch Keyboard?

Danke für die Hilfe

Sven
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musiksoft
Veröffentlicht am Samstag, 20. September 2003 - 13:51 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven
Ich komme wieder
Finale schnelle Eingabe funktioniert nur mit den Zahlentaste und Pfeil oder Maus.
Bei Viertelnote z.B. 5 eingeben.
Gruss Werner
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musiksoft
Veröffentlicht am Samstag, 20. September 2003 - 13:59 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Bei der Stepeingabe muss ein Midi In Treiber installiert sein, dass das Keyboard anspricht.
Im Program Finale unter Midi/Midieinrichten muss im In Fenster der Treiber sichtbar sein.
Nun kannst du wieder mit den Zahlentasten und Punkten (punktierte Noten) etc den Notenwert wechseln. Schaue dir einmal die Tastenkürzel an.
Gruss Werner
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notentypen
Veröffentlicht am Montag, 22. September 2003 - 13:07 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallöchen Musiksoft!

Ich habe gerade aus Versehen herausbekommen, wie das nun mit der Step-Eingabe funktioniert. Man muss die Note am Keyboard halten und dann die entsprechende Notenlänge eingeben.
Also umständlicher geht's nimmer.
In Sibelius ist das genau umgekehrt. Erst Notenlänge eingeben und dann lange Melodien mit gleicher Notenlänge ruck zuck eingeben.
Ich weiß schon warum ich eigentlich Sibelius nutze. Da gibt es dann auch wenigstens vernünftige Hotkeys für fast jede Funktion und nicht dieser Schwachsinn, dass bei Auswahl eines Werkzeuges ein neuer Menüpunkt aufgeführt wird, in dem man dann endlich die gewünschte Funktion entdeckt.
Ach so, zur Erklärung: Ich bin ein absoluter Maushasser. Die bremst den ganzen Arbeitsrhythmus einfach nur komplett aus.

Trotzdem vielen Dank, auch für den Hinweis auf das Finale-Forum. Da werde ich mich jetzt mal Umschauen.

Sven
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musiksoft
Veröffentlicht am Dienstag, 23. September 2003 - 09:47 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven
Finale eignet sich eben nicht für die Step-Eingabe über Midi.
Darum sagte ich schon mit der schnellen Eingabe,(Schritt für Schritt) geht es am schnellsten und genauesten. Hier kann du auch alles mit den Tasten machen. Das Problem liegt nur, bis man dieses Tasten alle im Kopf hat. Am Anfang kommt man nicht ohne Ausdruck der Tasten Kombinationen herum.
Gruss Werner
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notentypen
Veröffentlicht am Dienstag, 23. September 2003 - 12:56 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Werner!

Meinst du mit schneller Eingabe, dass man die Tonhöhe per Cursortaste angibt und dann auf Enter haut? *kopfschüttel*
Wer sich den Schwachsinn ausgedacht hat gehört standrechtlich erschossen.
Jedes noch so kleine Notationsprogramm ist in der Lage Noten per Buchstaben einzugeben. Die Tasten A-G sind dann die entsprechenden Tonhöhen.
Tastenkürzel merken ist eigentlich nicht so mein Problem, wenn sie logisch nachvollziehbar sind.
Nur ob die von Coda logisch denken?
T für Haltebogen?
F, S, N für Vorzeichen mag zwar im englischen sinnig sein, das N ist aber mit der linken Hand nicht erreichbar und immer die rechte Hand aus dem Nummernblockbereich entfernen? Nee!!

Aber mal noch eine andere Frage.

Kann ich nach der Noteneingabe die Artikulationen Note für Note nachträglich eingeben? Also per Cursortasten Notenweise weiterschreiten und erforderliche Artikulationen per Tastenkürzel eingeben. Am besten wäre ja noch, wenn man den Ton auch noch hören würde.

Danke

Sven
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Dienstag, 23. September 2003 - 22:32 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven,

hast Du eigentlich auch mal Capella 2002 ausprobiert?
Ich komme damit bestens zurecht (natürlich ist JEDES
neue Programm erst einmal schwer zu bedienen) - und es
ist bei WEITEM billiger als Sibelius. Und die Bedienung ist
durchaus logisch.

Auch wenn Capella nicht fehlerfrei ist - ich persönlich
erlange damit ausgezeichnete Ergebnisse in kürzester
Zeit. Und für Freunde von Noten Scannern: das passende
Capella Scan kann nun in der Version 5 auch Text
einlesen - mit der Engine von Finereader, die anerkannt
gut ist. Ist natürlich nicht für jeden interessant.

MfG
Rainer
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musiksoft
Veröffentlicht am Mittwoch, 24. September 2003 - 02:12 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven
So blöd möchte ich mit dir nicht diskutieren.
Hast du dir überhaupt schon einmal die Tastenkürzel angeschaut.
Im Finale 2003 gibt es zusätzlich eine verkleinerte Tastenkürzel Tabelle dazu. Im Finale 2002 ist sie unter Hilfe.
Auch die Tonhöhen kann man mit den Buchstaben betätigen.
Den Zahlenblock brauchst du nicht. So kannst sogar auf einem Notebook im Finale die Noten eingeben, der hat ja keinen Zahlenblock und kannst das N problemlos erreichen.
Auch die Artikulation kannst du Notenweise eingeben oder sogar Abschnittweise mehrere Noten die gleichen Zeichen.
Auch Taktweise abspielen geht. Seht alles in den Tastenkürzel.
Soll ich dir einen senden.
Gruss Werner
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notentypen
Veröffentlicht am Mittwoch, 24. September 2003 - 13:22 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Rainer!
Ich bin Kopist!
Und mit Capella erlangt man nun wirklich nicht professionelle Notenbilder. Ich besitze zwar Capella, habe sogar noch Allegro (so hieß das Programm in seiner ersten Version), aber das war mein Einstieg in den Computergestützten Notensatz und ist nicht mehr so ganz für mich geeignet.

Hi Werner!
OK! Mit dieser Tabelle nehme ich alles zurück. Vielen Dank für die Mail.
Ich habe mir die Tastaturkürzel aus der Demoversion sogar ausgedruckt. Da steht hinter 75% der beschriebenen Funktionen: "Click on ..." Und das ist mehr als bescheiden und kann ja wohl meinen Ärger erklären, oder? Die Kürzel der Tonhöhen in der schnellen Eingabe sind überhaupt nicht aufgeführt.
Ich habe halt noch kein Handbuch. Und ich lerne Software, indem ich mir das Handbuch komplett durchlese. Da weiß man dann wenigstens welche Funktionen die Software bietet. Dann ist nur noch wichtig zu wissen wo was steht und der Rest kommt mit der Übung.
So richtig anfreunden kann ich mich mit Finale jedoch immer noch nicht.
Die Struktur erschließt sich mir noch nicht so richtig. Vielleicht nach lesen des Handbuchs.

Mit dem N ist bei mir wirklich ein Problem, da ich geknickte Tastaturen benutze. (Ergonomie am Arbeitsplatz ist alles)

Gerade bin ich nochmal per Cursor durch eine Partitur gewandert, um Auschreibungen spaßeshalber zu ändern. Irgendwie höre ich nichts. Was mache ich falsch?
Ausschreibungen habe ich bis dato immer im Nachhinein eingegeben. Wenn man hört, wo man ist, kann man den Blick auf den Monitor getrost vergessen und die Eingabe geht sehr sehr schnell.

Schöne Grüße

Sven
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musiksoft
Veröffentlicht am Mittwoch, 24. September 2003 - 19:27 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven
Auschreibungen was ist das. Komische Ausdrücke ! was willst du machen.
Noch eine Frage: Hast du eigendlich ein registriertes Programm, wegen kein Handbuch usw
oder nur kopiert.
Gruss werner
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notentypen
Veröffentlicht am Mittwoch, 24. September 2003 - 20:33 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Werner!

Siehe erste Nachricht. Ich habe bis dato nur die Demo-Version und dort ist die Dokumentation mehr als spärlich. Ich warte noch auf das Päckcen.

Ausschreibung ist die Gesamtheit von Artikulation, Dynamik, Technik usw.

Schöne Grüße

Sven
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. September 2003 - 02:47 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Und mit Capella erlangt man nun wirklich nicht professionelle Notenbilder.

Wie meinst Du das? Schick mir doch mal eine Seite "professionelles Notenbild" (als PDF) und ich mache das in Capella nach. Capella hat übrigens nie Allegro geheißen - wie kommst Du darauf?

Um es gelinde auszudrücken: ein wenig von Musik verstehe ich auch. Deswegen würde mich mal interessieren, was Du unter "professionellem" Notensatz verstehst und wieso das mit Capella nicht geht - oder besser: warum Du es mit Capella nicht hinbekommst.

MfG
Rainer
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notentypen
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. September 2003 - 12:55 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Rainer!

Ich kenne keinen größeren Verlag, der mit capella gestaltete Notenblätter veröffentlicht hat. Mit mehr oder weniger Aufwand kann man auch in capella sehr schöne Sachen machen, ohne Frage. Man könnte auch den Font umgestalten, der gefällt mir persönlich nämlich gar nicht. Aber das ist mächtig aufwendig.
Was mir an capella sehr gut gefällt, ist die Noteneingabe. Die hat Ähnlichkeit mit Texteingabe.
Die automatische Spationierung ist nicht gerade eine Stärke von capella. Sie lässt sich leider nicht individuell einstellen. Na nicht ganz richtig. Sie lässt sich nur proportional einstellen, ist denke ich besser ausgedrückt.
Versuch mal eine Schlagzeugschule zu setzen, in der ein Verdoppelung des Notenwerts auch eine Verdoppelung der Spationierung nach sich zieht.
Ich habe zwar auch lange mit capella gearbeitet, aber da wüsste ich jetzt so aus dem Stehgreif nicht, wie das zu erreichen ist.
Für meine Tochter habe cih letztens noch ein paar Kinderlieder in capella gesetzt, damit die Notenfarbe mir der Farbe ihres Xylophons übereinstimmt. Das geht nämlich in Sibelius nicht. *ärger*
Geht das eigentlich in Finale? Ich habe noch nichts dazu gefunden.

Die allererste Version von capella hieß allegro. Nach einer Abmahnung , ich glaube eines Fernsehsenders, musste Herr Werner die Software umbenennen. Die Version wurde nur ein paar Monate ausgeliefert. Das war irgendwann zum Ende der 80er. Da war das noch in der DOS-Umgebung programmiert. Und hatte für damalige Verhältnisse eine fantastisch gute WYSIWYG-Maschine.

Schöne Grüße

Sven
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. September 2003 - 17:42 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Ich kenne keinen größeren Verlag, der mit capella gestaltete Notenblätter veröffentlicht hat.

Ich auch nicht - aber das hat nichts mit "professionell" zu tun, sondern ist eine subjektive Entscheidung. Ich kenne auch keinen Verlag, der mit Finale oder Sibelius arbeitet. Ich selbst habe bei Bärenreiter einmal angefragt (um Noten zu erstellen für den Verlag), dort wird (wie fast überall) mit Score Perfect gearbeitet.

>Mit mehr oder weniger Aufwand kann man auch in capella sehr schöne Sachen machen, ohne Frage.

Da ich wirklich sehr viele Notensatzprogramme kenne kann ich guten Gewissens sagen: man kann in Capella ausgezeichnete Notensätze machen mit extrem wenig Aufwand.

>Man könnte auch den Font umgestalten, der gefällt mir persönlich nämlich gar nicht. Aber das ist mächtig aufwendig.

Du bist offensichtlich nicht auf dem Laufenden: Capella wird seit Jahren mit über 6 verschiedenen Fonts ausgeliefert - und der "Standardfont" des alten Capellas ist nur noch "so dabei". Der neue Standardfont (ca. seit 3 Jahren dabei) ist nach meinem Geschmack sehr gut.

>Was mir an capella sehr gut gefällt, ist die Noteneingabe. Die hat Ähnlichkeit mit Texteingabe.

Genau das ist die absolute Stärke: die extrem logische Belegung der Tastatur.

>Die automatische Spationierung ist nicht gerade eine Stärke von capella. Sie lässt sich leider nicht individuell einstellen.

Völlig falsch. Sie läßt sich von 100% proportional bis 100% statisch, mit und ohne Berücksichtigung der Text und Notenlaufweite fließend umstellen.

>Na nicht ganz richtig. Sie lässt sich nur proportional einstellen, ist denke ich besser ausgedrückt.

Ne eben nicht, das war mal vor langer Zeit.

>Versuch mal eine Schlagzeugschule zu setzen, in der ein Verdoppelung des Notenwerts auch eine Verdoppelung der Spationierung nach sich zieht.

Null Problem.

>Ich habe zwar auch lange mit capella gearbeitet, aber da wüsste ich jetzt so aus dem Stehgreif nicht, wie das zu erreichen ist.

Dann solltest Du dringend die neuen Capella Versionen testen. Das ist seit Capella 4.0 (dann Capella 2000) möglich. Inzwischen gibt es Capella 2002.

>Für meine Tochter habe cih letztens noch ein paar Kinderlieder in capella gesetzt, damit die Notenfarbe mir der Farbe ihres Xylophons übereinstimmt. Das geht nämlich in Sibelius nicht. *ärger*

Und welches "Uralt-Capella" hast Du benutzt?

>Geht das eigentlich in Finale? Ich habe noch nichts dazu gefunden.

Keine Ahnung - habe ich nie benutzt (auch in Capella nicht).

>Die allererste Version von capella hieß allegro. Nach einer Abmahnung , ich glaube eines Fernsehsenders, musste Herr Werner die Software umbenennen. Die Version wurde nur ein paar Monate ausgeliefert. Das war irgendwann zum Ende der 80er. Da war das noch in der DOS-Umgebung programmiert. Und hatte für damalige Verhältnisse eine fantastisch gute WYSIWYG-Maschine.

Laut der Homepage von WHC hieß Capella von Anfang an Capella (damals Capella 1.0). Aber ist im Prinzip auch egal. Offensichtlich arbeitest Du mit einer sehr alten Version - und auch die WYSIWIG-Maschine von Capella ist heute einzigartig (das finde ich an Score Perfect grausam).

Willst Du nicht doch mal testen? Die fehlende Akzeptanz bei Notenverlagen ist zwar ein Ärgernis, aber letztendlich weiß ich nicht, wer Deine Kunden sind. Nur klingt hier alles so, als wenn Du ohnehin nur irgendwelche Demo-Versionen testest. Und Sibelius etc. finde ich saumäßig teuer.

MfG
Rainer
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musiksoft
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. September 2003 - 21:53 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo zusammen
Hallo Rainer
Sven hat schon recht ganz am Anfang hieß Capella Allegro. Das siehst du noch an den Alten DOS Dateien mit *.all. Herr Werner (Das ist nicht mein Vorname) mußte damals aus rechtlichen Gründen den Namen umändern.
Habe Capella vielmals verkauft. Bis ich mit Frau Werner wegen finanziellen Differenzen große Probleme überkam und den Bettel hinschmiß.
Wenn man den Unterschied zwischen Finale und Capella anschaut ist er riesig. Schon der erste Blick auf ein Notenblatt sagt aus mit was für einem Programm dies gestalten wurde.
Zugegeben am Anfang ist es etwas schwer mit Finale zuarbeiten. Weil es so viele Möglichkeiten gibt. Es ist auch sehr wichtig, wie man eine Arbeit beginnt im Finale.
Ich bin gegenwärtig an einer Arbeit. Weil ich etliche Anfragen habe wie man Finale bedient, möchte ich eine Anwender Dokumentation für Finale über das Internet verbreiten. Ein sogenanntes textliches und bildliches Handbuch das auf viele Fragen Antwort geben soll. Werde sehen was daraus wird. Ganz gratis wird es nicht sein.

Hi Sven
Mit Finale kannst du auch farbig drucken, natürlich mit einem Farbdrucker: Blöde Antwort!!!
Gruss Werner
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notentypen
Veröffentlicht am Freitag, 26. September 2003 - 01:14 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallöchen ihr zwei!

@Rainer: Ich kenne fast nur Verlage, die mit Finale arbeiten. Gerade die Amis sind da wenig Kompromiss bereit. Ich habe schon zwei Verlage davon überzeugen können, dass sie auch Sibelius einsetzen. Einmal war ein Herausgeber mir dabei sehr hilfreich und ist jetzt einer meiner besten Kunden.
Ich bin in Sachen capella auf dem neuesten Stand (capella 2002 und alle updates). Ich kenne auch die 6 Fonts. capella3.ttf gefällt mir aber trotzdem nicht so wirklich. Ist halt Geschmackssache. Ich kann dir das auch begründen.
- Notenschlüssel sind zu schmal
- Notenköpfe zu rund (ich liebe die Ovalen)
- es fehlen ein paar Sonderzeichen, die man wirklich nicht oft benötigt (z.B. Viertelton)
- der Jazz-Font ist mir etwas zu kantig.
- der Früherziehung-Font dagegen hat schon wieder was
usw. usw. (Never ending Story)
Ach so, mal zur Erklärung. Ich bin gelernter Drucker und habe auch im Textsatz gearbeitet. Bei meinem damaligen Chef war die richtige Typografie das A und O. Da entwickelt man ganz von selbst ein gewisses Auge für schöne Gestaltung.
Und ganz ehrlich, capella ist von der Handhabung zwar fast ungeschlagen, da gibt es keine Diskussion, aber im Notenbild kann es mich nicht so richtig überzeugen. Da bin ich mal wieder mit Werner einer Meinung.
Sibelius finde ich in der logischen Struktur einen Tacken besser. Ist ja auch mehr als doppelt so teuer.
Bei Finale bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Wie oben schon erwähnt erschließt sich mir die Struktur noch nicht. Betonung auf "Noch".
Was die Spationierung angeht, bin ich noch nicht dahintergekommen wie du die statisch verändern kannst. Ich habe gerade mehrfach versucht einen Takt nach meinen Anforderungen zu gestalten, ich bekomme immer nur eine Möglichkeit einer proportionalen Anpassung. So rein theoretisch müsste ich ja die Notenabstände auf 50% stellen und schon passt unten stehendes Beispiel.
Beispiel:
Der Takt besteht aus: Halbe Viertel Achtel Sechzehntel und zwei 32-tel. Die Halbe soll soviel Platz einnehmen wie 16 32-tel.
Entweder bin ich zu doof dazu oder es funktioniert wirklich nicht. Das würde ich gerne mal sehen.
Ich teste hier nur Finale bis ich die offizielle Version zugeschickt bekomme. Sibelius und capella besitze ich in Vollversion, beide auf neuestem Stand. (meine allerletzte Rechfertigung)


@Werner:
Kann ich jeder Note eine beliebige Farbe zuweisen? Das wäre ja mal echt genial. Bis dato habe ich das immer im Nachhinein in Illustrator erledigt. Äußerst aufwändig und auch nur für kleine Liedchen zu gebrauchen.

Wisst ihr was mir gerade so in den Sinn kommt?
Wir sollten uns echt mal zusammen setzen, ein lecker Bierchen oder Weinchen trinken und uns mal richtig kennenlernen. Ich glaube wir haben uns viel zu sagen. Und das auch in einem vernünftigen Ton, der auch Ironie zulässt. ;-)

Ciao

Sven
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notentypen
Veröffentlicht am Freitag, 26. September 2003 - 01:29 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Werner!

Ich habe doch glatt was vergessen. *tss*
Ja so eine richtig übersichtliche gedruckte Version der Funktionen und Arbeitsweisen in Finale wäre sicherlich nicht nur für mich eine tolle Sache.
Dann solltest du aber auch wirklich die allerletzte und kleinste Hintertür in Finale kennen. (rechte Maustaste?) *ganzschnellduck*

Möchtest du vielleicht an einen Verlag herantreten? Es gibt ja für diverse Programme zusätzliche Anleitungen. Ich würde die auch für dich setzen und drucken wollen.

schöne Grüße

Sven
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Freitag, 26. September 2003 - 02:58 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Wenn man den Unterschied zwischen Finale und Capella
anschaut ist er riesig. Schon der erste Blick auf ein
Notenblatt sagt aus mit was für einem Programm dies
gestalten wurde.

Das sehe ich völlig anders - und wir können gerne mal
eine Wette veranstalten, ob Du wirklich auf Anhieb
erkennst, was womit gemacht wurde. Ein Bekannter von
mir (professioneller Musiker und Chorleiter, der viele sehr
gute A Cappella Arrangements geschrieben hat) arbeitet
mit Emagic Logic Audio - das finde ich schrecklich.

Das allerwichtigste ist NICHT die Software, sondern (mit
RIESENABSTAND!!) derjenige, der sie bedient. "A Fool
with a Tool remains a Fool" sagen die Amis - und haben
Recht.

Die Dinge die Sven anmerkt (zu "runde" Noten etc.) sind
Geschmackssache (ich finde sie nicht zu rund), aber die
eklatanten Bedienungsschwächen (noch nicht einmal die
Spatitionierung einstellen zu können) machen ein Arbeiten
mit Notensatzprogrammen natürlich zum schlechten Witz.

Daß Werner als Finalevertrete natürlich Finale
"schönredet" ist logisch - es ist trotzdem nicht besser als
Capella - definitiv nicht. Und das, wo ich mit WHC auf
Kriegsfuß stehe (wir standen schon beinahe vor Gericht) -
aber die Software ist gut und durchdacht. Man muß sie
aber bedienen können (s.o.) - sonst nutzt es alles nichts.

An Sven: Du bist immer noch einen Notensatz "schuldig"
- ich habe ca. 1.000 die ich Dir zusenden könnte - aber
ich wollte mal eine DEINER Leistungen sehen, was Du als
"professionell" bezeichnest.

MfG
Rainer
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notentypen
Veröffentlicht am Freitag, 26. September 2003 - 03:48 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Rainer!

Man kann über den genutzten Font eine Aussage treffen, welche Notationssoftware genutzt wurde. Verwendet man in verschiedenen Programmen den gleichen Font, gebe ich dir Recht, wird es zum Problem.

Ich schick dir mal ein paar Seiten. (Habe ich erst nicht Ernst genommen. Sorry) Musst aber bis morgen warten. Und dann machst du dasselbe, aber wirklich dasselbe, in capella. Und dann sagst du mir, wie lange du dafür gebraucht hast. Und dann bitte als capella-Datei zurückschicken.

Finale und Sibelius bieten definitiv mehr Möglichkeiten als capella. In Amiland gibt es wohl eine Software, die nur noch großartig sein soll. Ich komme nur leider im Moment nicht auf den Namen. Da sollen sogar einzelne Notenzeilen in Bögen gestaltet werden können. "MusicMaker" oder so ähnlich? Ich weiß es wirklich nicht mehr. Muss morgen im Büro mal nachsehen. Ich weiß nur noch, dass es um die 1500 Dollar kosten sollte.
Man kann wie schon gesagt mit mehr oder minder Aufwand auch in capella gute Sachen erstellen. Aber es gibt keinen Zeitvorteil außer in der Erfassung. Und da ist dann die Vielfalt der Eingabemöglichkeiten einfach nur genial. Wie gesagt über den Bedienkomfort in capella brauchen wir hier nicht zu streiten.

Zeig mir doch mal bitte wo im Menü "Format/Partitur" ich für diverse Notenlängen die Spationierung angeben kann und zwar für jede Notenlänge eine andere!!
So blöd bin ich nicht. Die lässt sich nicht individuell einstellen. Und das ist Fakt.

Jetzt machen wir mal was ganz kurioses. Gibt es im Notensatz nicht wirklich.
Gib mal global einer kürzeren Noten einen gößeren Raum als einer langen Note. Hoppalla! Geht nicht, oder?
Ist ja eigentlich auch schwachsinnig, aber wer weiß, was sich die zeitgenösischen Komponisten noch so alles einfallen lassen.

Ciao

Sven
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Freitag, 26. September 2003 - 19:52 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven,

>Man kann über den genutzten Font eine Aussage treffen, welche Notationssoftware genutzt wurde. Verwendet man in verschiedenen Programmen den gleichen Font, gebe ich dir Recht, wird es zum Problem.

Eben - soll ich Dir den Finale-Font nach Sibelius portieren oder umgekehrt? Oder von Capella nach Finale? Das ist doch eine einfache Arbeit (und wenn es mal einen Tag braucht), WENN man unzufrieden ist mit dem Font.

>Ich schick dir mal ein paar Seiten

Eine einzige reicht - weil man ja "auf Anhieb" sieht womit es gemacht ist.

Kannst mir auch http://wwwforum.info/etincarnatus.pdf einfach zurückschicken - und schreiben, wie lange Du dazu gebraucht hast (das ist der Orgelsatz von "Et Incarnatus est" aus der h-Moll Messe, transponiert nach f-moll). Ziehe die Seite auf mindestens 300% hoch um das Notenbild zu erkennen (der Monitor löst schlecht auf; ansonsten drucke es aus).
Ich habe dafür ca. 1-2 Stunden gebraucht.

>Finale und Sibelius bieten definitiv mehr Möglichkeiten als capella.

Das habe ich nicht abgestritten - aber was braucht "man" (wer?) davon wirklich, und wieviel kann man selbst "hinbekommen", wenn man mit der Software RICHTIG umgehen kann? Man kann auch mit Corel Draw perfekte Noten schreiben - dauert nur was ...

Verstehst Du was ich meine? Der Bedienkomfort von Capella reicht für die allermeisten Anwendungen aus - und mit Fantasie und Übung erreicht man (auch in kurzer Bearbeitungszeit) tadellose Ergebnisse. Nur: die meisten geben sich keine Mühe, und dann nutzt auch das beste Programm nichts. Deswegen: A Fool with a Tool remains a Fool. Der Spruch ist wirklich voll zutreffend.

>... So blöd bin ich nicht ...

Habe ich ja nicht gesagt, aber klick mal hierauf:

http://wwwforum.info/spatition.png

(auch möglichst groß ziehen, der Browser bildet es evtl. zu klein ab). Wieso kann ich das und Du nicht?

>Ist ja eigentlich auch schwachsinnig, aber wer weiß, was sich die zeitgenösischen Komponisten noch so alles einfallen lassen.

Zeitgenössiche Musik ist nicht mein Ding - außerdem braucht man da wirklich Corel Draw um alles hinzubekommen ("hier ertönt Säge im Nachbarhaus, Forte, dann fällt das Klavier um ...", wie notiert man das?).

Capella hat deswegen so einen schlechten Ruf, weil es billig ist und von schlechten Anwendern bedient wird. Profis kaufen sich teurere Dinge (obwohl auch gerade Profimusike oft hemdsärmelige Noten erstellen). Und schau Dir doch mal die Palette von Edition Peters an: grauenhaft - da mache ich am Computer ALLES besser. Wer benutzt eigentlich Computerprogramme bei welchen Noten?

MfG
Rainer
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Samstag, 27. September 2003 - 14:41 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

P.S.:

>Ich schick dir mal ein paar Seiten. (Habe ich erst nicht Ernst genommen. Sorry) Musst aber bis morgen warten.

"Morgen" war mittlerweile gestern. Wo ist das Problem? Einfach als PostScript auf Datei ausdrucken (oder als PDF) und abschicken.
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smailjazz
Veröffentlicht am Dienstag, 30. September 2003 - 18:03 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo zusammen,

Das ist ja eine echte Expertenrunde!

Ich habe hauptsächlich mit Jazz Notation zu
tun. Eine wichtige Regel ist dort: 4 Takte in
einer Zeile, und alle Taktstriche genau
untereinander. In Sibelius Krieg ich das nicht
richtig hin - auch nicht mit einer versteckten
Layout-Quantisierungsebene-, von Finale hab
ich gehört dass dies geht und Capella kenn
ich nicht.

Muss mir wohl oder übel noch Finale zulegen
und Sibelius nur noch für klassische Musik
verwenden.

Hab mal Finale getestet, das Programm ist
eine Zumutung, besonders als Mac-User.

Ich weiss, meine Anfrage passt hier nicht
ganz hin, ich sitze hier aber ziemlich entnervt
an einem Jazz Notations- Auftrag.

Christian
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notentypen
Veröffentlicht am Dienstag, 30. September 2003 - 19:06 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi zusammen!

Mein Modem ist wieder ganz! *jippie*

Sorry Rainer! Bin gerade erst wieder ins Netz gekommen. Jetzt guck ich mir erstmal deinen Kram an. Und morgen ist schon seit 4 Tagen vorbei;-)

@Christian:
Nichts leichter als das. Gehe unter Stilvorlagen auf Notenabstandsregel. Unter Notenabstände gibst du als Minimum "1.4" Spatien, bei 16tel Note "1.5" Spatien ein. Bei jeder Verdoppelung des Notenwerts musst du jetzt auch eine doppelte Spationierung eingeben.
Bei den Taktabständen gibts du unter "Leere Takte" 24 ein (ist der Wert für die Ganze Note). Den Taktanfang kannst du je nach Gusto einstellen. Wichtig ist jetzt nur noch, dass beim Tracking 0% steht.
Jetzt musst du eventuell noch die Rastrale und/oder die Seitenränder anpassen.
Sollten nach der Eingabe der Noten dann doch wieder Erwarten nur drei oder gar zwei Takte in einer Zeile stehen, musst du über Layout/Format sie wieder in eine Zeile bringen. Heisst "in System einpassen"
Aber nochwas. Dass die Jazz-Notation diese Art verlangt, halte ich für ein Gerücht. Man sieht es sehr häufig, aber halt auch anders. Z.B. ist das Realbook so aufgebaut. In der BigBand-Literatur spielt diese Art allerdings kaum eine Rolle. Da wären die Musiker ja nur noch am Blättern.

Ciao

Sven
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notentypen
Veröffentlicht am Dienstag, 30. September 2003 - 20:54 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Rainer!

Fertig!! Knappe 50 Minuten habe ich für dein Orgelstück benötigt. Kommt jetzt per Mail.

Ja jetzt brat mir einer 'nen Elch!!
Welchen Kniff hast du den da angewendet. Dein Rhythmusbeispiel ist genau das was ich meinte. Scheinbar bin ich doch zu doof dazu. Verrat mir mal bitte wie das geht. Ich liege doch wohl richtig, dass das in Format/Partitur/Notenausrichtung eingestellt wird. Relative Ausdehnung 50% und absolute Ausdehnung auf 400%.Wenn ich das einstelle, stimmt alles bis auf die 32tel. Die müsste man jetzt von Hand spationieren. Du siehst mich baff. ;-)

Mit was arbeitest du, wenn du in nur einem Tag einen Font konvertieren willst? Also mit allen Hints und Kerning-Informationen? Alle Achtung!!!
Sibelius- und Finale-Fonts sind übrigens kompatibel. Da hat sich Sibelius an Coda angepasst.

>Zeitgenössiche Musik ist nicht mein Ding
Ist auch nicht mein Ding. Aber wenn das einer gesetzt haben möchte, muss ich das hinkriegen.

Und das manche Profis hemdsärmelig ihre Noten erstellen, kann ich nur bestätigen.
Ich habe mich mal bei einem Verlag vorgestellt. Der Chef zückte voller Stolz seine neueste Veröffentlichung. Auf die Frage, ob ich Kritik anmelden dürfte, meinte er, dass er geanu das möchte, um zu sehen worauf ich alles achte.
Ich habe auf einer einzigen Seite, die angeblich von Profis gesetzt wurde, sage und schreibe 10 Fehler gefunden. Auf Anhieb ohne lange zu suchen. Falsche Spationierung und Vorzeichen, die in den davorliegenden Takt reinragten waren da noch harmlos. Sichtlich geknickt, nahm er mir das Exemplar dann doch wieder aus der Hand.
Und Edition Peters hat wirklich seine beste Zeit hinter sich. Da wünscht man sich doch die alten Notenstecher herbei, die ihre Kunst noch beherrscht haben. Ich sag nur "Chlapik" oder "von Seggendorf".

>Wer benutzt eigentlich Computerprogramme bei welchen Noten?
Verstehe die Frage nicht!

Was braucht man an Sibelius was capella nicht kann?
Mehreres!!! Broschürenfunktion, Bachformat ohne Kniffe erstellen, Dirigierpartitur im Berliner-Format ausdrucken und ohne über andere Software zu gehen. Desweiteren Scorch (Internetpräsenz), äußerst schnelle Navigition (kann aber capella bedingt auch, nur Sibelius hat da einen schönen kleinen Vorschaumonitor)

Rest per Mail

Grüße

Sven
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smailjazz
Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Oktober 2003 - 06:33 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hallo Sven,

erstmal danke für den Tipp, aber darauf bin
ich auch schon gekommen - so geht's leider
nicht.

Ich glaub du hast mich missverstanden. 4
Takte in eine Zeile ist ja einfach, aber ich
brauch zusätzlich noch alle Taktstriche
untereinander.

Da Jazz Notation 80 Jahre lang handschriftlich
vonstatten ging, haben sich einige
ungewöhnliche Konventionen entwickelt, die
der besseren Lesbarkeit beim sightreading
dienen (Blättern ist ja keine anstrengende
Tätigkeit). Ich rede hier vom professionellen
Konzert/Studio-Bereich und nicht von
verlagsgedruckten Arrangements.

common sense besteht unter Musikern:
4 Takte in eine Zeile UND alle Takte
gleichlang (egal wieviele Sechzehntel darin
stehen) UND (ACHTUNG!!!) symmetrische
Teilung eines 4/4 Taktes in zwei gleich
Hälften (Layout; punktierte Viertel auf Schlag 2
wird in Viertel Bindebogen Achtel notiert)

Gründe: 1. Formabläufe sind besser
erkennbar (z.B. AABA)
2. die Lesegeschwindigkeit bleibt gleich nur
die Spielgeschwindigkeit ändert sich (so
erkennt man double time Passagen besser)
-> das Timing wird beim Spielen besser
3. Jazzmusiker fühlen in 4 (8/16/32) Takt-
Gruppen: wenn man rausfliegt, findet man
rein optsch leichter zurück.

weitere Gründe
1. Jazzmusiker proben wenig, das üben von
Arrangements im stillen Kämmerlein findet
nicht statt ("wer übt kann nichts")
2. sie stehen auf Handgeschriebenes
(deswegen diese Jazz Fonts), Technologie ist
eher suspekt (sind halt Individualisten)
3. so wie es notiert ist, wird es gespielt,
d.h. wenn nicht obige 4 gleichlange Takte -
Regel eingehalten wird, dann nimmt "der"
Jazzmusiker an, dass es von einem Klassiker
oder einem Fusion-Technokraten arrangiert
worden ist, entsprechend lässig wird es dann
auch gespielt.

Verrückte Welt !!!!!!!!!!!!!!!

Meines Wissens gibt es nur ein Standard-
Werk über Jazz Notation, ein 300 Seiten
Wälzer "How to Copy Music" (vergriffen).

Christian
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rhalstenbach
Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Oktober 2003 - 18:07 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

>Ich rede hier vom professionellen
Konzert/Studio-Bereich und nicht von
verlagsgedruckten Arrangements.

Hm - das bezweifel ich aber, daß das die "Norm" ist. Wir machen regelmäßig mit den besten Musikern der Branche (Klaus Osterloh, Frank Kirchner, Rüdiger Baldauf etc.) große Jazz-Konzerte - alles mit selbstgeschriebenen Arrangemenst (Emagic Logic Audio). Da ist nicht ein einziges Blatt so notiert wie hier vorgegeben.

Allein die Problematik in den Notensatzprogrammen so etwas hinzubekommen spricht dafür, daß das mindestens "ungewöhnlich" ist. Ich kenne viele (Jazz)musiker - aber keinen, der solche Noten verlangt.

MfG
Rainer
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notentypen
Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Oktober 2003 - 18:41 Uhr:   Schnellansicht    IP-Adresse sperren (Nur für Moderatoren)

Hi Christian!

>symmetrische Teilung eines 4/4 Taktes in zwei gleich Hälften (Layout; punktierte Viertel auf Schlag 2 wird in Viertel Bindebogen Achtel notiert)
Das entspricht ganz normaler, auch klassischer Notation. Einzige Ausnahme und das auch bei den Jazzern sind Synkopen, die über den ganzen Takt reichen. achtel, drei viertel, achtel. Das fördert nämlich ungemein die Lesbarkeit.
Die zeitgenössischen Komponisten sind da anders drauf. Die lassen sich da immer wieder was neues einfallen.

Jazzmusiker üben nicht??? Ganz bestimmt mehrere Stunden pro Tag. Sie üben vielleicht nicht irgendwelche Arrangements. "Wer übt kann nix" kommt aus den Amateur-Orchestern. Von da auch: "Wer übt, fällt seinen Kameraden in den Rücken!"

Jazzer fühlen in 4 Taktgruppen. Sehr merkwürdig. Ich spiele sehr häufig 10-taktige Riffs. Und der Blues ist z.B. 12-taktig aufgebaut. Okay, 3 mal 4.

Technologie ist Jazzern suspekt? Hör mal Zawinul oder Pat Metheny (so geschrieben?)! Sowas von Technikfreaks sind mir noch nicht untergekommen. Im modernen Jazz wird doch im Studio alles eingesetzt, was da so rumsteht. "Da ist noch ein Effektweg frei?" wird da eingebaut. Habe ich selber schon erlebt. Ganz grausam.
Da sind mir die Puristen doch lieber.

Die geschwungenen Jazz-Fonts passen ja wohl auch besser zur Musik, oder? Ein Arrangement in klassischer Notenschrift sieht schon komisch aus und fördert nicht gerade den Spielwitz.
Aber darum geht es ja. Man muss die Musik in der Notenschrift nicht nur abbilden sondern auch darstellen.
Die Noten einfach aneinander klatschen kann jeder. Daraus ein schönes Notenbild zu gestalten ist schon Kunst. Wie schon oben erwähnt, schau dir mal alte Notenstiche an.

Sven