Frage zu ST Audio DSP2000
| Autor |
Beitrag |
   
beckmann
| | Veröffentlicht am Samstag, 11. September 2004 - 04:10 Uhr: |
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Hallo! ich würde mir gern aufgrund der für mich passenden anschlüsse die ST Audio DSP2000 kaufen. Behandelt man das ding genauso wie eine soundkarte bzw ist es eine soundkarte oder kann man es als soundkarte nutzen? Was ist überhaupt eine DSP Karte? |
   
otznikatum
| | Veröffentlicht am Samstag, 11. September 2004 - 13:58 Uhr: |
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DSP heißt "digital sinal processing" und ist sicherlich eine tolle sache, weil eben dieser eigene art processor auf einer solchen sound/audiokarte, welcher für zb. effektberechnungen zuständig ist, die cpu deines rechners erhblich entlasten kann! Gruß, ... |
   
werner_o
| | Veröffentlicht am Samstag, 11. September 2004 - 19:39 Uhr: |
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Im Prinzip hat jede Soundkarte einen DSP onboard (auch eine Noname-Soundkarte für 5 EURO), damit sie überhaupt Audiosignale digital bearbeiten kann und unter Windows oder MAC-OS Funktionen wie der Wiedergabe- und Aufnahme-Mixer möglich sind. Allerdings ist DSP nicht gleich DSP, da gibt es riesige Unterschiede: 1. Einfache DSPs billiger Soundkarten stellen zumeist nur grundlegende Funktionen wie die genannten Wiedergabe- und Aufnahme-Mixer bereit. Sie sind zumeist auch bezüglich Samplerate und Bit-Auflösung auf 44,1 bzw. 48 kHz und 16 Bit beschränkt. Sehr viele solcher 'primitiver' DSPs können am SPDIF-Out (falls überhaupt vorhanden) zudem nur 48 kHz bieten (44,1 kHz geht damit zumeist nicht). 2. Bessere DSPs arbeiten intern mit einer hohen Bit-Auflösung (z.B. 36-Bit bei Terratec EWX 24/96, DMX 6fire 24/96 und EWS88 MT/D), was die Klangqualität enorm verbessert, und ermöglichen zudem oft auch viel mehr Ein- und Ausgangskanäle (z.B jeweils 10 Eingangs- und Ausgangskanäle bei der EWS88). Zudem bieten solche DSPs oft mindestens 24Bit/96kHz-Wandler an den analogen Ein- und Ausgängen. Dank '32Bit-Packet-Writing' arbeiten solche DSPs bei guten Treibern auch bei 24Bit-Projekten noch enorm schnell, da dieses Verfahren die PCI-Transferraten deutlich beschleunigen kann. Eine besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang auch die 'RME HAMMERFALL', welche enorm viele Audiospuren in einem Projekt ermöglicht, da sie die dazu nötigen vielen PCI-Transfers dank ausgeklügelter Hardware und Treiber mit außergewöhnlich kleiner CPU-Belastung durchführen kann. Auch bezüglich S/N-Ratio und Dynamik spielt diese Karte in der obersten Soundkarten-Liga mit dem Prädikat 'Profi-Studio-tauglich'. 3. Spezielle DSPs ermöglichen zusätzlich auch Effekte wie Reverb und Chorus und bieten oft auch integrierte Wavetable-Synthesizer (z.B. die Terratec EWS64, bessere Creative-Karten, einige Hoontech-Karten, das Yamaha SW100XG uvam.). Die Berechnung der Effekte und der Synth-Stimmen übernimmt dabei der Soundkarten-DSP, wobei die CPU so gut wie gar nicht belastet wird. Soundkarten mit solchen DSPs bieten aber nur selten gleichzeitig auch z.B acht Ein- und Ausgangskanäle. 4. Soundkarten mit Profi-DSPs (solche Karten haben oft sogar gleich mehrere DSPs gleichzeitig onboard) bieten noch viel weitergehende Möglichkeiten. Als Beispiel will ich hier mal stellvertretend die LUNA (3 DSPs) bzw. die PULSAR II (6 DSPs) von ehemals Creamware anführen: Diese Karten können mit der mitgelieferten Software gleich aberdutzende von Effekten und diverse Synths (Sampler, Analog, FM, Modular uvam.) eigenständig berechnen, ohne dabei die CPU zu belasten. Zusätzlich bieten diese Karten auch 'zig Ein- und Ausgangskanäle inkl. Mischpult und frei wählbarem Routing der Audio- und MIDI-Signale. Außergewöhnlich ist bei diesen Karten zudem, daß sich die Anzahl der benötigten WMM-, ASIO- und/oder GSIF-Treiber für Aufnahme und Wiedergabe nach Belieben einstellen läßt. Die Latenzzeit bleibt dabei dank der DSPs sogar auf einem älteren PIII-800MHz noch akzeptabel. Solche Karten der 'DSP-Königsklasse' kosten aber auch entsprechend viel Geld... Finally: Auch der beste DSP braucht für bestmögliche Ergebnisse optimale Treiber. Darum sollte man bei der Auswahl der Soundkarte auch auf den Treibersupport des Herstellers achten. Gute Hersteller arbeiten ständig an einer Weiterentwicklung der Treiber und stellen diese auch regelmäßig ins Netz. Soviel zu DSPs von mir, Gruß Werner |
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